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FC Bayern setzt Pavard Transfer-Ultimatum: Spezieller Wunsch verweigert

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Von: Christoph Klaucke

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Benjamin Pavard will in Zukunft unbedingt nur noch als Innenverteidiger eingesetzt werden. Kommt es deshalb in den Vertragsverhandlungen mit dem FC Bayern zum Bruch?

München – Benjamin Pavard befindet sich derzeit mit Frankreich bei der WM 2022. Die Franzosen stehen im Viertelfinale und treffen auf dem Weg zur Titelverteidigung am Samstag auf England. Pavard ist jedoch seit dem ersten Spiel nur noch Ersatz.

Das dürfte seine Ausgangslage in den Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern nicht unbedingt verbessern. Die Vorstellungen beider Seiten gehen weit auseinander, heißt es nun. Die Bayern sollen dem Verteidiger sogar ein Ultimatum gestellt haben.

Benjamin Pavard
Geboren: 28. März 1996 in Maubeuge, Frankreich
Beim FC Bayern seit: Juli 2019
Pflichtspiele für den FC Bayern: 140 (9 Tore)
Länderspiele: 47 (2 Tore; Stand: 30. November 2022)

FC Bayern verweigert Pavards Wunsch – kommt es jetzt zum Bruch im Vertragspoker?

Dass Benjamin Pavard über den Sommer 2023 hinaus beim FC Bayern bleiben wird, erscheint in der aktuellen Gemengelage an der Säbener Straße mehr als fraglich. Zwar würden die FCB-Bosse den bis 2024 laufenden Vertrag mit dem flexiblen Defensivakteur gerne verlängern, allerdings nur nach ihren Vorstellungen.

Pavard habe in der Vergangenheit bereits mehrfach intern gefordert, nur noch in der Innenverteidigung spielen zu wollen – und nicht mehr auf der ungeliebten rechten Abwehrseite. Diesen Wunsch werden die Verantwortlichen Pavard jedoch nicht erfüllen, wie der Kicker berichtet.

Der FC Bayern stellt Benjamin Pavard ein Transfer-Ultimatum.
Der FC Bayern stellt Benjamin Pavard ein Transfer-Ultimatum. © Frank Hoermann/Imago

FC Bayern: Ultimatum für Pavard – Verkauf im Sommer möglich

Eine Vertragsverlängerung hängt demnach vor allem von Pavard selbst ab. Sollte sich der „eigenwillige“ Abwehrspieler in seine Rolle fügen, stehen die Aussichten auf eine weitere gemeinsame Zukunft gut. Denn den Bossen und Trainer Julian Nagelsmann gefällt, dass der 26-Jährige sowohl rechts als auch innen verteidigen kann.

Pavard kokettierte zuletzt jedoch immer wieder mit einem Wechsel, das hat auch Vorstandschef Oliver Kahn registriert. Kommt es in den Vertragsgesprächen zu keiner Einigung, werde Pavard dem Bericht zufolge im Sommer verkauft, um einen ablösefreien Wechsel 2024 zu verhindern. Der Ex-Stuttgarter hat vor dreieinhalb Jahren schließlich 35 Millionen Euro gekostet.

FC Bayern braucht Pavard – auch wegen Hernandez-Verletzung

In dem Fall würde sich der FC Bayern laut Sky 30 bis 35 Millionen Euro für einen Transfer von Pavard erhoffen. Der Weltmeister von 2018 wurde zuletzt mit Top-Klubs wie Chelsea, Real Madrid, Barcelona und Milan in Verbindung gebracht.

Gerade im Hinblick der langfristigen Verletzung von Lucas Hernandez, müssen die Bayern jedoch genau abwägen, ob ein möglicher Verlust von Pavard zu verschmerzen wäre. Hernandez hat sich bei der WM einen Kreuzbandriss zugezogen – in jenem rechten Knie, in dem er vor seinem Wechsel 2019 zum FC Bayern bereits einen Innenbandriss erlitten hatte. Wann und vor allem in welcher Verfassung der Abwehrexperte zurückkehren wird, ist ungewiss.

Pavard gibt Rätsel auf: Wie entscheidet der FC Bayern?

Hinzu kommt, dass Pavard von den Fähigkeiten her der kompletteste Abwehrspieler beim FC Bayern ist. Gerade im Spielaufbau, was bei einem Spitzenklub von besonderer Wichtigkeit ist, ist er seinen Kollegen deutlich überlegen. So einen Profi darf man eigentlich nicht abgeben, allerdings gab seine Einstellung zuletzt Rätsel auf. Eine Bundesliga-Legende teilte gegen Pavard aus. (ck)

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