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DFB-Juwel als Süle-Nachfolger? Ihn hat wohl niemand auf dem Zettel

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Von: Alexander Kaindl

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Hat Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic den nächsten Star im Blick?
Hat Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic den nächsten Jungstar im Blick? © Ulmer Pressebildagentur / Imago

Der FC Bayern ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Niklas Süle. Werden die Münchner möglicherweise bei einem Bundesligisten fündig?

München - Niklas Süle wechselt zu Borussia Dortmund! Dass der Innenverteidiger den FC Bayern München verlassen wird, steht schon seit Wochen fest. Einen Transfer zum - zumindest auf dem Papier - größten Rivalen in der Bundesliga hat aber niemand kommen sehen. Seit wenigen Tagen gibt es nun Gewissheit: Der FCB verliert nach David Alaba und Jerome Boateng den nächsten Top-Innenverteidiger, ohne dafür eine Ablöse zu kassieren. Und der BVB darf sich auf einen der besten deutschen Defensivspieler freuen.

Das Bayern-Casting nach einem neuen Innenverteidiger läuft währenddessen. Weil man für Süle keine Ablöse erhält, liegt der Fokus bei der Nachfolger-Suche natürlich ebenfalls auf Spielern, deren Vertrag im Juni 2022 ausläuft. Davon gibt es etliche, auch auf internationalem Niveau. Beispiel gefällig? Antonio Rüdiger, Andreas Christensen (beide FC Chelsea) oder Matthias Ginter. Alle drei Namen wurden zuletzt immer wieder mit den Bayern in Verbindung gebracht. Doch offenbar landet am Ende keiner von ihnen an der Säbener Straße! Verschiedenen Medienberichten zufolge sollen die Gehaltsforderungen bei den beiden Chelsea-Stars zu hoch sein, bei Ginter soll laut kicker die „einhellige Überzeugung“ der Bayern-Bosse fehlen. Wer wird also der Süle-Ersatz?

FC Bayern München: Nachfolger von Niklas Süle - DFB-Juwel mit Außenseiterchancen?

Es gibt weitere Innenverteidiger aus der Bundesliga, die im Sommer ablösefrei wären. Wenn aber schon ein Matthias Ginter - Weltmeister, Confed-Cup-Sieger, DFB-Pokal-Gewinner und gestandener deutscher Nationalspieler (46 Einsätze) - offenbar nicht das nötige Format mitbringt, wer soll denn dann in die Fußstapfen Süles treten? Ein Name wurde noch überhaupt nicht mit den Bayern in Verbindung gebracht. Dabei liefert er in der Bundesliga erstaunliche Leistungen ab: Amos Pieper.

Dass sich die großen Bayern tatsächlich im doch eher beschaulichen Bielefeld bedienen, ist natürlich sehr unwahrscheinlich. Aber: Pieper liefert ab - und zwar seit Jahren! Der Innenverteidiger wurde im Nachwuchs von Borussia Dortmund ausgebildet, wurde dort Deutscher B- und A-Jugend-Meister. Im Winter 2019 wechselte er schließlich zur Arminia, wurde schnell Stammspieler und war einer der Leistungsträger bei der Zweitliga-Meisterschaft 2020. Pieper war auch in seiner ersten Saison im deutschen Fußball-Oberhaus einer der besten Ostwestfalen, gewann mit Deutschland dann im Juni 2021 die U21-Europameisterschaft und nahm nur wenige Wochen später mit dem „Team D“ an den Olympischen Sommerspielen in Tokio teil. Seit Beginn der aktuellen Saison ist Pieper wieder ein Bielefelder Eckpfeiler.

Wie man in der Allianz Arena trifft, weiß er schon: Amos Pieper erzielte beim denkwürdigen Schnee-Spiel gegen den FC Bayern das zwischenzeitliche 2:0 für Bielefeld. Am Ende stand es 3:3.
Wie man in der Allianz Arena trifft, weiß er schon: Amos Pieper erzielte beim denkwürdigen Schnee-Spiel gegen den FC Bayern das zwischenzeitliche 2:0 für Bielefeld. Am Ende stand es 3:3. © Poolfoto / Imago

Amos Pieper: Bielefeld-Verteidiger liefert konstant ab - Hat man ihn beim FC Bayern auf dem Zettel?

Im Ranking der Spieler mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen steht der 24-Jährige ligaweit auf Platz 23. Pieper hat bis zum 22. Spieltag 199 Duelle gewonnen. Nur fünf Innenverteidiger sind besser: Josko Gvardiol (Leipzig, 242), Nico Schlotterbeck (Freiburg, 227), Maxence Lacroix (Wolfsburg, 224), Konstantinos Mavropanos (Stuttgart, 210) und Evan Ndicka (Frankfurt, 207). Bei der Quote steht Pieper noch besser da: Mit 65,6 Prozent gewonnenen Zweikämpfen liegt er ligaweit auf Platz acht. Spitzenreiter ist - wie sollte es anders sein - Niklas Süle. Er hat 67,9 Prozent seiner Duelle gewonnen.

Piepers Vorteil gegenüber den noch besseren Zweikämpfern: Der Bielefelder ist ablösefrei zu haben und wäre wohl auch in Sachen Gehalt ein echtes Schnäppchen. Rund zehn Millionen Euro pro Jahr sollen die Bayern Süle für eine Vertragsverlängerung angeboten haben. Dieses Budget soll nun dem Vernehmen nach für einen Ersatz eingeplant sein - eine Summe, die Pieper bei weitem nicht kosten würde. Dass er seinen Vertrag in Bielefeld verlängert, gilt als ausgeschlossen. Im Sommer und Herbst war der U21-Europameister schon mit RB Leipzig in Verbindung gebracht worden.

Transfer-News vom FC Bayern München: Süle-Ersatz gesucht

Haben die Münchner den gebürtigen Westfalen also vielleicht doch auf dem Zettel? Trainer Julian Nagelsmann ist ein Fan davon, junge Spieler zu entwickeln. Und schließlich hatte ja auch niemand mit einem Süle-Transfer nach Dortmund gerechnet. Vielleicht zaubert Sportvorstand Hasan Salihamidzic ja tatsächlich eine Lösung aus dem Hut, die niemand erwartet hätte. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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