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„Plan B“ entscheidet sich offenbar für Wechsel zum FC Bayern - Süle-Nachfolger gefunden?

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Von: Alexander Kaindl

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Was plant Hasan Salihamidzic für den FC Bayern?
Was plant Hasan Salihamidzic für den FC Bayern? © Eibner / Imago

Der FC Bayern ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Niklas Süle. Die Zeichen verdichten sich, dass ein deutscher Nationalspieler nach München wechselt: Matthias Ginter.

München - Niklas Süle verlässt den FC Bayern München* am Saisonende und schließt sich Borussia Dortmund an. Die Nachricht dieses Transfers hat vor wenigen Wochen ganz Fußball-Deutschland überrascht - zumal der Nationalspieler dem Rekordmeister auch noch ablösefrei den Rücken kehrt. Ein Szenario, das die Roten immer vermeiden wollen. Nach David Alaba, Jerome Boateng und Javi Martinez ist es nun aber erneut passiert.

Seit jener Nachricht wird natürlich kräftig spekuliert. Wer ersetzt Süle bei den Bayern? Schnell wurde in den Medien von einem „Plan A“ und einem „Plan B“ gesprochen. Angeblich war der Däne Andreas Christensen die favorisierte Lösung von Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Der Verteidiger wird den FC Chelsea am Saisonende ablösefrei verlassen. Allerdings scheint der FC Barcelona aktuell die Nase vorne zu haben - dem Vernehmen nach zieht es den 25-Jährigen nach Katalonien.

FC Bayern München: Wer wird der Nachfolger von Niklas Süle?

Bleibt für den FCB aus München also nur „Plan B“? Dieser heißt offenbar Matthias Ginter - und von dem gibt es nun ebenfalls Neuigkeiten. Auch der deutsche Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach ist im Sommer ablösefrei zu haben, nach fünf Jahren bei den Fohlen will er ein neues Kapitel aufschlagen. Zuletzt wurde er mit Inter Mailand in Verbindung gebracht. Italienische Medien berichten nun aber, dass der 28-Jährige vom „Radar verschwunden“ sei - die Nerazzurri würden Abstand von einer Verpflichtung nehmen. Warum? „Die Bayern sind der Grund“, schreibt die renommierte Gazzetta dello Sport.

Diese Informationen decken sich mit denen von Calciomercato.com. Die dortigen Transfer-Experten gehen davon aus, dass sich Ginter für einen Wechsel zum FC Bayern entschieden hat - und Inter deshalb den Kürzeren zieht. Alles Spekulationen - und dennoch würde ein Transfer letztlich Sinn ergeben. Ginter kann sowohl innen als auch rechts verteidigen, eigentlich ist er sogar ein ausgebildeter Mittelfeldspieler. In der Jugend wurde er auf der Acht oder sogar auf der Zehn aufgestellt, in der Freiburger U19 traf er in 46 Spielen 24 Mal. Eine ordentliche Quote für einen späteren Abwehrmann. Flexibilität schätzt man bei den Bayern, vor allem Trainer Julian Nagelsmann ist ein Fan von variabel einsetzbaren Spieler. Warum also nicht Ginter?

Matthias Ginter vor Transfer zum FC Bayern München? Inter Mailand steigt offenbar aus Rennen aus

Matthias Ginter
Geboren: 19. Januar 1994 (Alter 28 Jahre), Freiburg im Breisgau
Größe: 1,91 m
Gewicht: 85 kg
Ehepartnerin: Christina Ginter (verh. 2018)
Borussia Mönchengladbach
Marktwert: 24 Millionen Euro
Vertrag bis: 30.06.2022

Der Weltmeister von 2014 ist ablösefrei, seine Gehaltsvorstellungen könnten die Bayern-Bosse wohl auch erfüllen. Er ist ein Jahr und acht Monate älter als Süle, 28 ist aber noch lange kein Alter, um schon an ein Karriereende zu denken. Im Gegenteil: Die Bundesliga-Erfahrung, die Ginter mitbringt, kann sich sehen lassen: 284 Spiele hat er im deutschen Fußball-Oberhaus absolviert - Süle kommt aktuell auf 216.

Warum darf er nicht mehr mitspielen? Nationalspieler Matthias Ginter.
Auf dem Weg nach München? Nationalspieler Matthias Ginter. © Federico Gambarini/dpa

Wird Ginter also der Süle-Nachfolger? Vieles spricht dafür, denn angeblich wollen die Bayern keine Positionen neu besetzen, wenn sie davor keine Ablöse generiert haben. Heißt vereinfacht dargestellt: Süle geht ablösefrei, also muss auch sein Nachfolger ablösefrei kommen. Eine Verpflichtung von Kandidaten wie Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) oder Gleison Bremer (FC Turin) wäre kostspielig und gilt vor diesem Hintergrund schon beinahe als ausgeschlossen. Sollte sich Bayerns „Plan A“ Christensen tatsächlich in Richtung Barcelona aufmachen, könnte „Plan B“ Ginter realistischer werden. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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