Ist die Idee eine Überlegung wert?

Wegen Bayerns Dominanz: Holzhäuser schlägt Bundesliga-Revolution vor

+
Wolfgang Holzhäuser.

Für viele Fans ist die Bundesliga-Saison schon vorbei, wenn es darum geht, wer Meister wird. Leverkusens Ex-Boss Wolfgang Holzhäuser schlägt eine Änderung vor.

München - Mit 13 Punkten Vorsprung marschieren die Bayern mutterseelenallein an der Tabellenspitze der Bundesliga voran. Fünfmal in Folge wurden die Roten Deutscher Meister. Es schaut nach dem sechsten Streich aus. Dazu kommt, dass die Münchner als einziges Team ins Champions-League-Achtelfinale gekommen sind. Was kann man nun tun, um die Bundesliga international wieder erfolgreicher zu machen? Der ehemalige Boss von Bayer 04 Leverkusen, Wolfgang Holzhäuser, hat eine Idee.

"Ich bleibe nach wie vor bei der Meinung, dass eine Entscheidungsrunde nach der regulären Saison der Bundesliga gut tun würde", sagte Holzhäuser zu Sport1. Eine Entscheidungsrunde würde bedeuten, dass die Bundesliga nicht nach 34 Spieltagen endet, sondern die besten Teams in die Playoffs kommen. So wie es in Schottland, den Niederlanden oder der MLS der Fall ist. Als Vorbild könnten auch die anderen amerikanischen Sportarten wie Football, Eishockey und Baseball dienen. 

Wären Playoffs wirklich eine Alternative?

HSV-Chef Heribert Bruchhagen hat im Kampf um die Meisterschaft Langeweile angekündigt: "Ich sage voraus, dass Bayern in den nächsten 20 Jahren 16-mal Deutscher Meister wird." Genau da will Holzhäuser mit der Idee einer Entscheidungsrunde einhaken. „Die Entscheidung um die Meisterschaft könnte interessanter gestaltet werden und auch die Schere zwischen der einen sehr guten Mannschaft und den weniger guten Mannschaften verringert werden“, so der 68-Jährige und führt weiter aus: „Nicht nur im sportlichen, sondern auch im finanziellen Bereich."

Im finanziellen Bereich spricht er vor allem die Fernseh-Rechte an, die nicht für so viel Geld gehandelt werden, wie in anderen Ligen, weil es zu monoton zugeht. Besonders mit einem Vergleich versucht er seine Idee zu begründen. „Mittlerweile nimmt der FC Bayern den Gewinn einer Meisterschaft doch so hin, wie ich morgens mein Frühstück."

So sieht Holzhäusers Idee aus

In einem K.O.-Modus sollen die vier besten Teams am Ende der Saison den Meister ausspielen. Aktuell würden also der FC Bayern, RB Leipzig, FC Schalke 04 und Borussia Dortmund um die Schale spielen. Es gäbe also am Ende mehr „Do-or-Die“-Spiele. 

"Zumal dieser Modus für die gesamte Liga interessant wäre, wenn man die zusätzlichen Einnahmen durch die Playoffs auch den Vereinen zukommen lassen würde, die nicht daran teilnehmen“, so Holzhäuser weiter. Sehr großen Anklang fand die Idee bei den aktuellen Club-Bossen nicht, die sich der Tradition verpflichtet fühlen und es als ihre Aufgabe sehen, die Lücke zum Rekordmeister zu schließen. 

Vor einigen Jahren hatte sich der Fan aber auch noch keine WM mit 48, oder ein EM mit 24 Mannschaften vorstellen können. Auch die Torlinientechnik und den Videobeweis hat die Bundesliga mittlerweile eingeführt. Wer weiß, was da noch kommt. 

AnK/Video: Glomex

Auch interessant

Meistgelesen

Freiburg-Coach Streich über Bayerns Wut-PK: „Ich sag‘s Ihnen ganz ehrlich...“
Freiburg-Coach Streich über Bayerns Wut-PK: „Ich sag‘s Ihnen ganz ehrlich...“
Weltmeister von 1990: Das muss Süle verbessern - Zwei Bayern-Spieler „über den Zenit“
Weltmeister von 1990: Das muss Süle verbessern - Zwei Bayern-Spieler „über den Zenit“
tz-Kommentar zum Wochenende: Der FC Bayern ist …
tz-Kommentar zum Wochenende: Der FC Bayern ist …
Rummenigge verteidigt Wut-PK der Bayern-Bosse - Tadel für Hoeneß, aber Lob für Bernat
Rummenigge verteidigt Wut-PK der Bayern-Bosse - Tadel für Hoeneß, aber Lob für Bernat

Kommentare