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Wegen Neuer-Verletzung: Ärztestreit beim FC Bayern neu entbrannt

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Von: Tobias Roth

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Uli Hoeneß
Uli Hoeneß (l.) soll mit der Arbeit von Teamarzt Dr. Braun nicht zufrieden sein. © dpa

Beim FC Bayern gibt es mal wieder Ärger um die medizinische Abteilung. Grund soll die erneute Verletzung von Torwart Manuel Neuer sein. Vor allem Team-Arzt Dr. Volker Braun stehe in der Kritik.

Schon wieder gibt es Streit um die medizinische Abteilung des Rekordmeisters. Nachdem sich Manuel Neuer im Training nur fünf Monate nach seiner Verletzung in Madrid erneut den Fuß gebrochen hat, soll Uli Hoeneß nach Informationen der Bild Kritik an Team-Doc Dr. Volker Braun geäußert haben. Droht an der Säbener Straße ein neuer Ärtze-Stunk?

Der 44-Jährige ist seit 2015 Chef-Arzt des FC Bayern und folgte auf Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. „Mull“ hatte damals seinen Job hingeschmissen, weil Ex-Trainer Pep Guardiola ihm die Schuld an den vielen Verletzungen der Bayern-Stars und den Niederlagen der Münchnern gab. Der heute 75-jährige Müller-Wohlfahrt hatte sich aber bereit erklärt, „in schwierigen Fällen zu helfen“. Noch immer ist der Sportmediziner Anlaufstelle für viele Spieler des FCB, auch andere Spitzensportler aus aller Welt, etwa Sprinter Usain Bolt, kommen in seine Münchner Praxis, um sich behandeln zu lassen.

Dr. Volker Braun ist seit 2015 Team-Arzt beim FC Bayern.
Dr. Volker Braun ist seit 2015 Team-Arzt beim FC Bayern. © MIS

Für Manuel Neuers Operation wurde ein Spezialist in Tübingen ausgewählt, auf Anraten von Müller-Wohlfahrt, wie die Bild berichtet. Der Ex-Bayern-Doc rät auch, die Verletzung jetzt in Ruhe ausheilen zu lassen, da sonst die Gefahr eines wiederkehrenden Haarrisses im lädierten linken Mittelfuß des Bayern- und Nationalmannschaftskapitäns recht groß sei. Fitness-Chef Giovanni Mauri hatte Neuer nur 17 Tage nach der Schrauben-OP schon wieder die Freigabe erteilt, nun fällt der 31-Jährige wieder mindestens bis Januar aus. 

Ausfallzeiten falsch eingeschätzt

Gut möglich, dass der Torhüter aber noch länger nicht zwischen den Pfosten stehen kann. Denn die prognostizierten und tatsächlichen Ausfallzeiten einiger Spieler des Rekordmeisters stimmten in der jüngeren v‘ergangenheit nu selten überein. Häufig unterschätzte die medizinische Abteilung die Zeit, die die Akteure fehlen, deutlich.

Das wohl krasseste Beispiel ist Franck Ribérys Knochenhautentzündung aus dem Jahr 2015. Im März zog sich der Franzose die Verletzung zu, er sollte nur vier Tage ausfallen. Doch der Flügelflitzer fehlte ganze neun Monate und stand erst im Dezember des selben Jahres wieder auf dem Platz. Auch Jerome Boatengs Muskelfaserriss im Oberschenkel aus dem Mai sollte nach drei Wochen ausgeheilt sein. Tatsächlich fehlte der Innenverteidiger jedoch ganze dreieinhalb Monate und gab vor kurzem erst wieder sein Comeback

Bleibt zu hoffen, dass Manuel Neuer wirklich nur bis Januar ausfällt, der FC Bayern braucht den Welttorhüter in den entscheidenden Wochen der Saison. Und auch die Nationalmannschaft würde einen Ausfall ihres Kapitäns für die WM nächsten Sommer in Russland nur schwer verkraften. 

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tor

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