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Wegtreten! Die tz analysiert die B-Elf

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Abmarsch der Bayern-Reserve nach dem Spiel bei Manchester City – ein paar dürfen sich Hoffnungen auf weitere Einsätze machen. © dpa

München - Bayerns 0:2 gegen ManCity – überraschen konnte das Ergebnis niemanden. Bayern trat mit einer B-Elf an, Franz Beckenbauer sagte dazu bei Sat1: „Das kann man als Wettbewerbsverzerrung sehen.“

Doch Heynckes hatte seine Gründe. Er wollte die Reservisten belohnen: „Einige Spieler sind auch dann nicht zum Einsatz gekommen, wenn wir samstags 4:0, 5:0 oder 7:0 gewonnen haben. Und die haben trotzdem sonntags absolut professionell gearbeitet.“ Zudem musste Heynckes auf zwei Stars verzichten. „Die liegen im Bett. Ich musste was verändern“, sagte Heynckes über Robben und Kroos, die grippekrank daheim geblieben waren.

Die anderen wurden geschont – auch weil sie zum Teil angeschlagen waren. „Warten Sie doch mal ab, ob Gomez oder Müller in Stuttgart spielen können. Der Internist hat da große Bedenken.“ Und so wurde das Duell mit City auch zur Bewerbung für die Reservisten. Die tz-Analyse: Wer muss wegtreten – und wer darf wiederkommen?

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Tor: Jörg Butt machte seine Sache wie immer: ruhig, sachlich, ohne Spektakel. Klar ist: Er hat keine Ambitionen auf die Nummer eins. Klar ist aber auch: Auf ihn ist absolut Verlass!

Abwehr: Neuling Diego Contento machte seine Sache ordentlich, war giftig im Zweikampf, flink und laufstark. Am Ball hatte er dafür manchmal Probleme, sein größtes Problem ist aber ein anderes: Philipp Lahm.

Im Zentrum hatten die Bayern gegen City größere Schwieirgkeiten: Boateng und Badstuber sahen bei beiden Gegentoren schlecht aus, vor allem Boateng kann die Erwartungen bisher nicht erfüllen.

Das gilt auch für Rafinha, der auf seiner Seite mehr Druck nach vorne entwickeln soll. Fazit: Nur Contento hat sich ein wenig empfohlen – es wird ihm aber nichts nützen.

Mittelfeld: Wieder mit Timoschtschuk und Gustavo – und wieder konnten beide nicht wirklich überzeugen. Timo ist zu schwach im Spielaufbau, Gustavo im Defensivverhalten. Die Mischung aus beiden wäre gut.

David Alaba hingegen zeigte erneut, dass er sich gut entwickelt und zu einer echten Alternative wird. Eine kleine Überraschung war Pranjic auf der Zehn. Flink, ballsicher, zweikampfstark, dafür mit schlechtem Abschluss und fehlender Übersicht.

Statt Robben mühte sich Ivica Olic nach Kräften. Der Kroate haute sich wie immer voll rein und hatte eine gute Torchance – in der Spitze ist er aber besser aufgehoben. Dennoch zeigte er, dass Heynckes ihn jederzeit bringen kann. Als Olic in den Sturm rückte, kam Usami. Der Japaner ging völlig unter.

Sturm: Gegen die englischen Hünen von City war Nils Petersen bemüht, aber letztlich ohne Torchance. Seine Ansätze sind unbestritten, doch fehlen ihm die Erfahrung und der Rhythmus.

Jan Janssen

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