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Der tz-Check vor dem Derby

FCA vs. FCB: Wenn Frau Roth den Seehofer schlägt…

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Horst Seehofer ist FCB-Fan.

München - Zwischen dem FCB und dem FCA liegen Welten. Finanziell, fantechnisch – und titelmäßig sowieso. Doch diese Zahlen spielen auf dem Feld keine Rolle. Die tz hat sie trotzdem mal gegenübergestellt.

Es ist ein Topspiel. So sagt es zumindest die Tabelle. Bayern gegen Augsburg. Der Erste gegen den Dritten. Recht viel mehr als die momentane Tabellensituation verbindet die zwei bayerischen Mannschaften aber nicht. Im Gegenteil: Zwischen dem FCB und dem FCA liegen Welten. Finanziell, fantechnisch – und titelmäßig sowieso. Aber das sind alles nur Zahlen. Auf dem Feld spielen sie keine Rolle. Die tz hat sie aber trotzdem mal gegenübergestellt.

Wie groß der Unterschied zwischen beiden Klubs ist, wird schon beim Blick auf die sozialen Netzwerke klar. Auf Facebook verzeichnet der FCA 166.026 Fans, der FCB kommt auf gute 25 Millionen. „Wir sind immer noch die Kleinen“, sagte gestern FCA-Coach Markus Weinzierl. „Wenn die Bayern ihre Qualität auf den Platz bringen, gewinnen sie gegen uns von 20 Spielen 19 Mal.“

Dieses eine Spiel hat es aber auch schon gegeben. Und es ist noch gar nicht so lange her. Vor acht Monaten schlugen die Augsburger den großen FCB mit 1:0, der einzige Sieg im Vergleich zu fünf Pleiten gegen den Rekordmeister. „Wir waren schon Meister, früher oder später mussten wir verlieren“, spielte FCB-Coach Pep Guardiola die Niederlage herunter. „Aber jetzt ist eine komplett neue Situation, kein Vergleich.“

Immerhin: Bei einem Wert schlagen die Augsburger den großen Nachbarn. Augsburg (Gründungsjahr 15 Jh. v. Chr.) ist nämlich eine der ältesten Städte des Landes, wurde das erste Mal 738 erwähnt – zirka ein halbes Jahrtausend früher als die bayerische Landeshauptstadt München. Sportlich gesehen bleibt dem FCA nur Platz zwei. 136 zu 3637 Buden, 142 zu 2759 Punkte in der Bundesliga – die Augsburger sind aber auch erst seit 2011 in der höchsten Spielklasse mit dabei. Titel fehlen ebenfalls in den Vitrinen.

Claudia Roth ist ­FCA-Anhängerin.

Beliebt ist der FCA trotzdem allemal. Die 12 500 Mitglieder kommen im Vergleich zu den 235.000 bei den Münchnern zwar eher mickrig daher, prominente Fans finden sich aber bei beiden Klubs. Beim FCA dürfte Grünen-Chefin Claudia Roth der bekannteste Fan sein, beim FCB gibt es mehrere. Starpianist Lang Lang, Tennis-Legende Boris Becker und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sind nur einige der bekannten Bayernfans.

Was heutzutage allerdings am wichtigsten ist, brachte Guardiola auf den Punkt: „Geld ist wichtig, um Titel zu holen“, so der Spanier am Freitag. Hier macht der FCA 47,5 Millionen, der FCB 432 Millionen Umsatz. Geld schießt eben doch Tore. Viele sogar.

lop

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