"Wir verdienen die Bierduschen"

Wettbewerbsverzerrung? Guardiola kontert die Kritiker

+
Pep Guardiola wehrt sich: „Die Leute in Deutschland reden zu viel".

München - Pep Guardiola hat am Freitag die Kritiker des FC Bayern deutlich in die Schranken gewiesen. Er ließ sie wissen: "Das sind ihre Probleme, nicht unsere." Dann holte er zum Gegenschlag aus.

Jeder durfte in den vergangenen Tagen einmal. Erst war es Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner, dann Wolfsburgs Manager Klaus Allofs, zuletzt kritisierte Paderborns Präsident Wilfried Finke den FC Bayern für sein angeblichen Lustlos-Auftritt in Freiburg. Jetzt hat Pep Guardiola zum Gegenschlag ausgeholt. „Die Leute hier in Deutschland sprechen zu viel“, sagte Pep in die Richtung der Kritiker und monierte den Umgang mit seinem Team. „Sie müssen ein bisschen mehr Respekt haben vor dem Deutschen Meister und seinen Spielern“, forderte der Spanier. Er war sichtlich genervt von der Debatte um angebliche Wettbewerbsverzerrung und erinnerte die Konkurrenz daran, sich im Kampf um den Klassenerhalt an die eigene Nase zu fassen: „Das sind ihre Probleme, nicht unsere.“

Nach dem Scheitern in den beiden Pokalwettbewerben wollen die Münchner am Wochenende den einzigen Titel in dieser Saison gebührend feiern. „Wir verdienen die Bierduschen“, freut Guardiola sich schon auf die obligatorische Abkühlung und den Startschuss zur Meisterfeier nach dem letzten Saisonspiel gegen Mainz 05 (15.30 Uhr, Sky).

"Bastian ist eine überragende Legende bei Bayern München"

Die Roten wollen sich mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden, auch wenn Guardiola vor dem FSV warnt. „In Mainz hatten wir große Probleme, das Spiel zu kontrollieren“, erinnert sich der 44-Jährige an den knappen 2:1-Sieg im Hinspiel, den Arjen Robben durch einen Last-Minute-Treffer eintütete. Ohne den Niederländer, aber mit Robert Lewandowski peilt Pep Sieg Nummer 25 in dieser Saison an. Der Pole hat sogar noch theoretische Chancen auf die Torjägerkanone, dafür müsste er allerdings mindestens drei Tore erzielen. „Natürlich wollen wir Lewy helfen“, versichert der Coach. Lewandowski selbst hat die Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung der Kanone noch nicht aufgegeben, Elfmeter oder Freistöße in Strafraumnähe wird sich der Knipser am Samstag nicht nehmen lassen. Zumal Freistoßkünstler David Alaba zwar wieder im Training, aber noch nicht fit genug für ein Mini-Comeback ist, wie Pep erklärte.

Mit dem Österreicher plant er erst in der neuen Saison wieder, genau wie mit Bastian Schweinsteiger. Zu den Abwanderungsgerüchten um den 30-Jährigen, der zuletzt mit Manchester United in Verbindung gebracht wurde, sagte Guardiola nur: „Bastian ist eine überragende Legende bei Bayern München. Er muss seine Zukunft entscheiden, nicht Karl-Heinz Rummenigge oder ich.“ In seinen Planungen für die Saison 2015/16 sei Schweinsteiger aber „hier“, betonte Pep. Doch bevor er sich mit der neuen Saison beschäftigt, will er sich erst mal dem Abschluss der aktuellen widmen. Mit Party und Weißbier – so, wie es sich in München gehört.

Bilder: Bayern auf Kuschel-Kurs vor Meisterparty

Bilder: Bayern auf Kuschel-Kurs vor Meisterparty

sw

Auch interessant

Meistgelesen

„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 
„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
„Ich bin traurig“: Dieser Weltklasse-Kicker wird Lahm vermissen
„Ich bin traurig“: Dieser Weltklasse-Kicker wird Lahm vermissen
Termine bekannt: So bereiten sich die Bayern auf die nächste Saison vor
Termine bekannt: So bereiten sich die Bayern auf die nächste Saison vor

Kommentare