Noch vier Bayern unter Löw

Wie viel FCB steckt noch im DFB?

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Im aktuellen 23-Mann-Kader für das Polenspiel sind mit Thomas Müller, Manuel Neuer, Jerome Boateng und Mario Götze nur vier Bayern dabei.

München - Die Stars des FC Bayern hatten vor knapp einem Jahr großen Anteil am Weltmeister-Titel. Heuer stehen vor den beiden wichtigen EM-Quali-Spielen gegen Polen und Schottland  nur noch vier FCB-Akteure im Aufgebot.

Sechs Bayern standen damals im Finale gegen Argentinien (1:0 n. V.) in der Startelf, der siebte machte den Triumph perfekt. Joker Mario Götze erzielte in der Verlängerung das goldene Tor. Mit Manuel Neuer, Jerome Boateng, Thomas Müller und Mario Götze steckt aber derzeit nicht mehr viel FCB im DFB.

Vor allem auf Jogi Löws Schlüsselpositionen im Mittelfeldzentrum sucht man Stars der Roten vergeblich. Das sah vor und während der WM noch anders auch, damals wurde noch vom „Bayernblock“ geschwärmt. In einigen Spielen war die komplette Schaltzentrale durch Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos mit FCB-Stars besetzt. Doch Lahm ist von der Nationalelf zurückgetreten, Schweinsteiger und Kroos haben dem FC Bayern den Rücken gekehrt. „Die Zahlen belegen es. Natürlich stellt man fest, dass es auch mal eine größere Anzahl von Spielern von Bayern München gab“, sagt DFB-Manager Oliver Bierhoff. Seine Erklärung: „Das zeigt sich auch in der Stammelf der Bayern. In der waren vor einiger Zeit noch sehr viel mehr deutsche Spieler.“ Im Zentrum des Spiels wird sich an der Abstinenz der Münchner vorerst ohnehin nichts ändern. Sebastian Rode hat zuletzt zwar mal an der Tür zur Nationalelf geklopft, sieht sich in München aber großer Konkurrenz zu Arturo Vidal, Thiago, Xabi Alonso und Lahm ausgesetzt.

Die besten Chancen auf eine Berufung ins DFB-Team hat Holger Badstuber – wenn er verletzungsfrei bleibt. Der Verteidiger hatte im März nach zweieinhalb Jahren Verletzungspause gegen Australien (2:2) sein Comeback gefeiert, ehe er seit April erneut ausfällt. Der 26-Jährige ist am 29. Mai 2010 übrigens auch der letzte Debütant des FCB im Nationalteam gewesen – das ist nun über fünf Jahre her. Übrigens: Borussia Dortmund geht es nicht besser, auch vom BVB sind nur noch drei Spieler dabei. Die Blockbildung von früher ist vorbei.

Sven Westerschulze

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