Die Anti-Ancelotti-Fraktion

Wie viel Macht haben die Bayern-Stars?

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Anti-Ancelotti-Fraktion: Ribéry, Müller, Lewandowski und Robben.

Carlo Ancelotti ist beim Rekordmeister Geschichte. In der Mannschaft hatte es sich der Coach mit einigen Spielern wohl verscherzt. Gab es wirklich eine Anti-Ancelotti-Fraktion?

Update vom 30. September 2017: Wie wohl die Aufstellung im ersten Spiel nach der 0:3-Klatsche gegen PSG aussieht? Am Sonntag wissen wir mehr. Hier erfahren Sie, wie Sie Hertha BSC gegen den FC Bayern live im TV und Live-Stream sehen können.

München - „Ich erwarte jetzt von der Mannschaft absoluten Leistungswillen, damit wir unsere Ziele erreichen.“ So lautet die Ansage von Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach dem Ancelotti-Rauswurf an die Spieler – immerhin hatten einzelne Stars einen enormen Anteil daran, dass Carletto seine letzte Menthol-Zigarette an der Säbener Straße geraucht hat.

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Bayern-Patron Uli Hoeneß: „Die Tatsache, dass der Trainer aus meiner Sicht in den letzten Tagen fünf wichtige Spieler – der Coman ja auch, den hat er auch nicht spielen lassen – auf einen Schlag gegen sich aufgebracht hat, das hätte er niemals durchgehalten.“ Neben Coman hatte Ancelotti mit seiner Paris-Aufstellung auch noch das Tischtuch zwischen ihm und Jerome Boateng (Tribüne), Franck Ribéry, Arjen Robben und Mats Hummels zerschneiden lassen.

Aber: Haben die Spieler beim Rekordmeister wirklich so viel Macht, dass ein Bayern-Trainer über das Wohlbefinden einzelner stolpert? Sieht ganz danach aus…

Auf die Stimmung in der Mannschaft angesprochen, bestätigte Sportdirektor Hasan Salihamidzic auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Spiel in Berlin: „Wir hatten keine gute Atmosphäre in der Mannschaft. Mit der Aufstellung hat er noch mal Spieler gegen sich gebracht.“ Von Anfang an äußerten Bayern-Stars ihre Unzufriedenheit mit Ancelotti. Einer der ersten war Joshua Kimmich, den Carletto in seiner ersten Saison links liegen ließ. Der Youngster sah seine Entwicklung ins Stocken gekommen. Gut für Kimmich: Die Bosse sprachen sich nach dem Karriereende von Lahm klar für den 22-Jährigen als Nachfolger auf der Rechtsverteidiger-Position aus.

Wo war Thomas Müller?

Ebenfalls im ersten Jahr unter Ancelotti total untergegangen: Thomas Müller. In den wichtigen Spielen vertraute der Trainer auf Liebling Thiago auf der Zehn. Müller hielt sich lange zurück, erst vor ein paar Wochen platzte ihm der Kragen. „Ich weiß nicht genau, welche Qualitäten der Trainer sehen will, aber meine sind scheinbar nicht hundertprozentig gefragt.“ Es folgte der Trikot-Wurf von Franck Ribéry und gipfelte in der Pariser Aufstellung. Die Wut einzelner Stars führte letztendlich mit zum Trainer-Knall. 

„Die Aufstellung in Paris war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“, gab der FCB-Sportdirektor gestern zu, nimmt die Stars jetzt aber in die Pflicht: „Eines ist klar: Wir haben uns vom Trainer getrennt, ich erwarte eine Reaktion von der Mannschaft am Sonntag. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr.“ 

bok.

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