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Wiedersehen von Bayern und Leipzig: Drei Fragen an Heynckes und Hasenhüttl

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Treffen sich bereits am Samstagnachmittag wieder: Jupp Heynckes (l.) und Ralph Hasenhüttl.

Was sind die Lehren für Heynckes und Hasenhüttl aus dem Pokal-Krimi zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern? Vor dem Wiedersehen in der Liga haben wir die Knackpunkte aus dem Pokal-Fight zusammengestellt. Drei Antworten.

Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern München)

Ist die Schiri-Leistung schon abgehakt?

Jupp Heynckes: In solchen Spielen sind die Emotionen immer hoch geschossen, das ist Samstag sicher nicht viel anders. Ich bin in meiner Karriere immer gut mit den Schiedsrichtern ausgekommen. Ich habe die Erfahrung, dass man die Schuld nach verlorenen Spielen nicht immer nur beim Schiedsrichter-Gespann suchen darf. Dann muss man analysieren und sagen: Das und das haben wir nicht gut gemacht. Man kann aber über jede Entscheidung diskutieren, aber Fairplay ist wichtig.

Die Lehren aus dem Pokalspiel?

Jupp Heynckes: Beide Mannschaften sind in sehr guter Verfassung. Leipzig hat überragende Einzelspieler und ist als Team sehr gut zusammengestellt. Wir haben im Pokalspiel, abgesehen von den Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung, clever und taktisch klug gespielt. Dass wir noch besser spielen können, weiß ich auch. Aber man muss immer sehen, was vorher war. Man kann in drei Wochen nicht alles aufarbeiten und verändern. Die guten Elfmeter zeigen, dass die Mannschaft großes Selbstvertrauen hat.

Wie ist mit den Sorgenkindern umgegangen worden?

Jupp Heynckes: Ich kenne meinen Arturo sehr gut, weiß wie aggressiv er Fußball spielt. Ich sage immer wieder: Es ist wichtig, dass man mit elf Spielern aufläuft und das Spielfeld auch mit elf Spielern verlässt. Im ersten Spiel bei Leverkusen habe ich Vidal nach 20 Minuten ausgewechselt, weil er vor einem Platzverweis stand. Das hat er nicht verstanden und wollte schon zurück nach Chile fliegen. Dann sind wir aber doch noch ziemlich gute Freunde geworden. Im Pokalspiel gegen Leipzig musste ich aber reagieren.

Bayern-Coach Jupp Heynckes.

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig)

Ist die Schiri-Leistung schon abgehakt?

Ralph Hasenhüttl: Ich habe mich nach dem Spiel dazu geäußert und bleibe bei der Meinung, dass der Schiedsrichter nicht seinen allerbesten Abend hatte - den haben wir aber auch nicht immer. Bei mir war es schon ein, zwei Stunden nach dem Spiel vergessen. Dann überwiegt der Stolz auf das, was wir den Menschen an diesem Abend gegeben haben. Der Ärger über das Ausscheiden ist schnell verflogen, außerdem haben wir jetzt ein bisschen länger Winterpause - das ist auch nicht so schlecht.

Die Lehren aus dem Pokalspiel?

Ralph Hasenhüttl: Das Spiel war noch enger als im letzten Jahr beim 4:5. Ich bin heiß darauf, über 90 Minuten zu sehen, wie weit wir wirklich sind. Wer in Dortmund gewinnen kann, braucht auch in München keine Angst haben, unterzugehen. Es war nicht so ein Chancenfestival, weil beide Mannschaften gut nach hinten gearbeitet haben. So viele Schwachstellen haben weder wir noch der Gegner gezeigt. Es waren Nuancen, die entschieden haben. Aber es gibt ein paar Ansätze, die wir noch besser machen können.

Wie ist mit den Sorgenkindern umgegangen worden?

Ralph Hasenhüttl: Die Jungs (Werner mit Elfer-Fehlschuss, Keita mit Gelb-Rot, d. Red) können sehr gut damit umgehen. Timo macht wieder einen guten Eindruck, er brennt. Es ist möglich, dass ich ihn von Anfang an bringe. Naby war bis zur 55. Minute der beste Mann, wie ich finde. Er war nur durch Fouls zu stoppen, wofür es nicht immer Gelb gab, er selber hat aber sehr schnell Gelb bekommen. Er ist im Moment stigmatisiert, und ich würde mich freuen, wenn er in München über 90 Minuten zeigen kann, was er drauf hat. Es ist einfach eine Freude, so einem Spieler zuzusehen.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl.

Hier geht es zum Live-Ticker des Topspiels Bayern München gegen RB Leipzig.

tz

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