Ausgeliehenes Bayern-Talent hat viel vor

So will Gaudino in St. Gallen zum Leader reifen

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Will in der Schweiz zum Führungsspieler reifen: Der vom FCB ausgeliehene Gianluca Gaudino.

FC Bayern München II - Gianluca Gaudino setzt große Hoffnungen in seine Ausleihe nach St. Gallen. Der Mittelfeldspieler will gestärkt zum FC Bayern zurückkehren.

Drei Spiele hat Gianluca Gaudino inzwischen für den FC St. Gallen gemacht, alle über die gesamte Spielzeit. Bei seinem Debüt verlor er zuhause in letzter Sekunde mit 1:2 gegen Sion. In Luzern holte sein Team einen knappen 1:0-Sieg und am vergangenen Wochenende gab es beim 3:3-Schützenfest gegen Lugano keinen Sieger. Ein Punkt fehlt ihm mit seinem Klub momentan, um in die Europapokal-Plätze zu rutschen.

Schon nach wenigen Wochen zeichnet sich aber ab, dass der Wechsel in die Schweiz für den 19-Jährigen der richtige Schritt war, um die erhoffte Spielpraxis zu sammeln. Denn Ex-HSV-Coach Joe Zinnbauer, seit September Cheftrainer in St. Gallen, hat ihm bisher ausnahmslos das Vertrauen geschenkt.

Gaudinos Engagement in der Schweiz bis Sommer 2017 soll sich für beide Seiten auszahlen. "Ich wollte nicht mehr Fußball spielen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, sondern einen gewissen Druck haben, Leistungen bringen zu müssen", sagt das ehemalige Bayern-Talent im Interview mit spox.com. Läuft alles nach Plan, kehrt er im Sommer 2017 als gestandener Spieler oder sogar Leader an die Säbener Straße zurück: "Ich muss körperlich noch reifen", gesteht der Sohn von Ex-Profi Maurizio Gaudino. "Dazu muss ich lernen, wie ich eine Mannschaft führen kann. Auch verbal. Ich muss Dominanz zeigen."

Beim FC Bayern wäre diese Entwicklung wohl kaum möglich gewesen, auch, weil Pep Guardiola anderen Spielern vertraut. "Es war keine einfach Zeit", räumt Gaudino mit Blick auf die Degradierung zur U23 ein. Angesichts der Vita des Katalanen träumte er davon, unter dem Star-Coach den Durchbruch zu schaffen. "Ich war für den Trainer wohl einfach noch nicht weit genug. Natürlich war die Hoffnung da und er hat mir die Chance gegeben, beim FC Bayern in der 1. Mannschaft zu spielen. Ich bin ihm unendlich dankbar."

Der enorme Erfolgsdruck, der beim Rekordmeister auf der Tagesordnung steht, ist seiner Meinung nach auch der Grund, warum sich junge Spieler in München so schwer tun. "Beim FC Bayern wird eher ein erfahrener Spieler gekauft, wenn sich ein anderer Spieler verletzt", schildert er seine Eindrücke. "Die Belastung ist relativ hoch, man braucht eine gewisse Qualität und die nötige Erfahrung, um gegen starke Gegner - gerade in der Champions League - zu bestehen. Und natürlich weiß man dort, dass ein junger Spieler diese Leistungen nicht sofort abrufen kann. Daher holt man eher einen Neuen, als auf einen Jungen zu setzen." 

Von Holger Badstubers Rundumschlag an den Nachwuchsspielern der Roten ("Die Jugend von heute ist nicht mehr die von gestern") fühlt sich der junge Mittelfeldspieler nicht angesprochen. "Nein, überhaupt nicht. Es gibt unterschiedliche Charaktäre. Ich weiß nicht, was er gesehen hat."

Quelle: fussball-vorort.de

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