Ten Hag "will Saison bestmöglich beenden"

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Erik ten Hag übernimmt im Sommer den FC Utrecht.

FC Bayern München II - Erik ten Hag, Trainer des FC Bayern II, verlässt zum Saisonende den Verein Richtung Heimat und heuert als Erstliga-Trainer an. Er geht im Guten. Und aus fr...

FC Bayern München II - Erik ten Hag, Trainer des FC Bayern II, verlässt zum Saisonende den Verein Richtung Heimat und heuert als Erstliga-Trainer an.

Er geht im Guten. Und aus freien Stücken. Bei Fußballtrainern nun wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Erik ten Hag aber hat beim FC Bayern in den vergangenen beiden Jahren derart gute Arbeit geleistet, dass ihn der deutsche Rekordmeister gerne weiterbeschäftigt hätte. Den 45-jährigen Niederländer allerdings zieht es zurück in die Heimat. In ihm war der Wunsch gereift, nach zwei Jahren als U23-Coach „wieder eine Profimannschaft trainieren“ zu wollen, wie er erläutert.

In München war diese Perspektive auch langfristig nicht gegeben. So übernimmt ten Hag zur neuen Saison den FC Utrecht, bei dem der ehemalige Abwehrspieler bereits 1995/96 aktiv gewesen war. Drei Runden vor Schluss ist der Verein aus der viertgrößten niederländischen Stadt im Zentrum des Benelux-Staates Zwölfter der „Eredivisie“.

Der FC Utrecht entstand aus einer großen Fusion. 1970 schlossen sich drei Utrechter Vereine zusammen. Und seither spielt das Team ununterbrochen in der höchsten Spielklasse der Niederlande. Ten Hag wird dort nicht nur als Trainer anheuern, er wird zugleich als Sportdirektor fungieren. Für zunächst zwei Jahre hat er unterschrieben. Das Modell des Teammanagers, vor allem in England durchaus üblich, käme ihm dabei durchaus entgegen, erklärt er.

Einen Namen hatte sich ten Hag, der zuvor einige Jahre als Assistent des ehemaligen Schalker Trainers Fred Rutten bei Twente Enschede und der PSV Eindhoven gearbeitet hatte, in der Saison 2012/13 gemacht. Nachdem er die Go Ahead Eagles Deventer in die erste Liga geführt hatte, war der FC Bayern auf ihn aufmerksam geworden. In München untermauerte der glattrasierte Charakterkopf, dass er auch für eine Nachwuchsmannschaft der richtige Mann sein kann. In seiner ersten Spielzeit führte er die kleinen Bayern souverän zur Meisterschaft in der Regionalliga Bayern. Erst in den Aufstiegsspielen gegen Fortuna Köln scheiterte seine Elf an der ersehnten Rückkehr in die 3. Liga. In dieser Runde habe man sich mit einem komplett umgebauten Team „den Rückstand am Anfang der Saison eingehandelt“, beklagt ten Hag. Zuletzt aber konnte der Rückstand auf Spitzenreiter Würzburger Kickers sukzessive verkleinert werden, so dass sich der Bayern-Coach kämpferisch gibt: „Nach der Winterpause waren wir stabiler als Würzburg“. Ohnehin betont ten Hag, „jetzt erst mal die Saison bestmöglich beenden“ zu wollen. Erst anschließend werde er sich seiner neuen Aufgabe widmen. Neben den sportlichen Erfolgen aber bewies der 45-Jährige auch ein glückliches Händchen in seiner Kernkompetenz – junge Spieler an den Profibereich heranzuführen. Ein Großteil der Vorjahres-Mannschaft ist mittlerweile in diversen Profiligen unter Vertrag. In dieser Spielzeit ist vor allem die Entwicklung von Steeven Ribery, Francks 19-jährigem Bruder, sowie von Lukas Görtler oder Phillipp Steinhart beachtlich. Doch auch Torhüter Leopold Zingerle, Innenverteidiger Matthias Strohmaier, Mittelfeldspieler Sebastian Bösel oder Angreifer Gerrit Wegkamp machten enorme Schritte nach vorne.

Zweifelsohne verliert der FC Bayern einen anerkannten Fachmann. Der perfektionistisch veranlagte Niederländer hinterlässt große Fußstapfen für seinen designierten Nachfolger Heiko Vogel.

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Quelle: fussball-vorort.de

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