Wirtschaftsexperte Vöpel im tz-Interview

"Das Triple würde Bayern 130 Mio. Euro bringen"

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Die Bayern steigen finanziell in neue Sphären auf.

München - Mit dem Gewinn des Triples würde der FC Bayern auch finanziell in neue Sphären aufsteigen. Wie genau, das erklärt Wirtschaftsexperte Dr. Henning Vöpel im tz-Interview.

Die Super-Bayern 2013, sportlich ist der Verein bereits die Nummer eins in Europa. Mit dem Titel in der Königsklasse ist der Rekordmeister aber auch wirtschaftlich in neue Dimensionen vorgestoßen, der Geschäftsbericht wird demnächst alles Bisherige in den Schatten stellen. Die tz blickt schon jetzt auf das, was bald veröffentlicht wird – das Interview mit dem Wirtschaftsexperten Dr. Henning Vöpel vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut.

Herr Dr. Vöpel, wenn Sie daran zurückdenken, als Sie die Geschäftszahlen der Bayern vom letzten Jahr gesehen haben – was war da Ihr erster Gedanke?
Dr. Henning Vöpel

Vöpel: Eindrucksvoll. Natürlich fügt sich der FC Bayern da in die erfolgreiche Entwicklung der Fußballbranche insgesamt ein, die Umsätze steigen allgemein stark an – das sieht man auch bei anderen europäischen Spitzenvereinen. Was aber auffällt: Bayern ist tatsächlich ein sehr gesunder Verein, und das ist besonders wichtig für die kommenden Jahre. Die Handlungsfähigkeit ist gegeben.

Ende der letzten Saison hatte man das Finale dahoam erreicht, die Transferausgaben zuvor waren relativ moderat. Hatten Sie geglaubt, dass das Ergebnis von 373 Millionen Euro Umsatz zu toppen sei?

Vöpel: Im Grunde schon, weil die Branche insgesamt wächst. Dass Bayern aber noch mal überproportional am Branchenwachstum partizipiert, ist beeindruckend.

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Ausgelassener Jubel auf der Leopoldstraße © dpa
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Ausgelassener Jubel auf der Leopoldstraße © dpa
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Wo wird der Umsatz am Ende dieses Jahres liegen?

Vöpel: Man spekuliert, dass es bis zu 500 Millionen Euro werden. Damit würde Bayern aufschließen zu Real, Barcelona, Manchester. Man hätte sich also auch wirtschaftlich an der Spitze Europas etabliert.

Bisher wurde von einer 400-Millionen-Schallmauer gesprochen. Nun legen Sie noch mal 100 Millionen drauf?

Vöpel: Ja. Es gibt noch mal mehr Prämien von den Sponsoren, die Auslandsvermarktung wird zunehmen. Durch die Erfolge hat sich der FC Bayern nochmals um ein Vielfaches interessanter gemacht, auch international.

Und wenn ich Sie frage, wie viel ein Triple bringt, dann sagen Sie: 130 Millionen Euro. Ist es so einfach?

Vöpel: Das kommt hin. Nimmt man die Preisgelder, also was direkt ausgeschüttet wird, und die Gelder, die indirekt durch die Erfolge erlöst werden, zusammen, landen wir sicher bei 130 Millionen Euro.

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Letztes Jahr war Bayern dreimal Zweiter, dieses Jahr wird man wohl dreimal Erster. Wie hoch ist die Differenz zwischen Platz eins und zwei?

Vöpel: Tatsächlich ist der Unterschied bei den direkten Spielprämien gar nicht so groß. Die UEFA schüttet nun für den Sieger von Wembley 10,5, für den Verlierer 6,5 Millionen Euro aus. Das ist nicht entscheidend. Was Bayern nun stark macht, sind die Werbeerlöse. Die Vermarktbarkeit des ersten Platzes macht den Unterschied!

Weil sich T-Shirts besser verkaufen, wenn „Champions-League-Sieger“ drauf steht – statt „Zweiter von London“.

Vöpel: Genau.

Wo sehen Sie denn noch Steigerungspotenzial bei den Umsätzen?

Vöpel: Grundsätzlich sicher bei den TV-Einnahmen, da hinkt die Bundesliga noch immer etwas hinterher. Auch wenn der Abstand geringer wird.

Mit Jörg Wacker stockt der FC Bayern seinen Vorstand auf. Er soll Andreas Jung im Bereich Marketing unterstützen.

Vöpel: Genau da liegen weitere Chancen, insbesondere in der Auslandsvermarktung! Der Markt in Deutschland ist relativ verteilt, aber international ist noch was möglich. Da hilft der Titel natürlich.

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Ausgelassener Jubel auf der Leopoldstraße © dpa
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Noch mal: Ist Bayern bald auch wirtschaftlich die Nummer eins in Europa?

Vöpel: Man kann es auf jeden Fall schaffen. Von den Voraussetzungen her, insbesondere bei der TV-Vermarktung, haben Real und Barca Vorteile. Aber die Schuldenkrise in Spanien hat auch diese Vereine in Mitleidenschaft gezogen, da gingen die Einnahmen aus dem Ticketing und Sponsoring zurück. Deutschland ist dagegen der größte Fußballmarkt in Europa – wir sind bevölkerungsreich, einkommensstark und fußballbegeistert. Hinzu kommt das Financial Fairplay, das die europäischen Konkurrenten zu starkem Konsolidieren zwingt. Bayern dagegen überspringt diese Hürden mit Leichtigkeit. Und im sportlichen wie im kaufmännischen Management ist Bayern für die Zukunft exzellent aufgestellt.

Interview: mic

FC Bayern 2011/2012

Der Umsatz des FC Bayern im Geschäftsjahr 2011/2012 betrug 332,2 Millionen Euro, nach Steuern machte der FCB einen Gewinn von 11,1 Millionen Euro. 127,6 Millionen Euro lagern auf dem „Festgeldkonto“, das Eigenkapital beträgt 278,2 Millionen Euro. Der Umsatz des Gesamtkonzerns betrug 373,4 Millionen Euro, da hier die Zahlen der Allianz Arena GmbH einfließen.

Haupteinnahmequellen waren die Einnahmen aus dem Spielbetrieb (129,2 Millionen), Erlöse aus dem Sponsoring und der Vermarktung (82,3 Millionen) sowie die Einnahmen aus dem Merchandising (57,4 Millionen). TV- und Hörfunkvermarktung aus Bundesliga-, DFB-Pokal- und Freundschaftsspielen brachte 37,6 Millionen ein. Auf der Ausgabenseite ist der Personalaufwand mit 165,6 Millionen Euro der dickste Brocken, die betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 71,1 Millionen Euro.

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