„Wochen der Wahrheit“ gemeistert

Der FC Bayern marschiert - doch Heynckes bremst die Euphorie

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Arjen Robben (r.) leitete Bayerns Sieg in Dortmund ein - Trainer Heynckes (l.) bleibt nüchtern.

Der FC Bayern ist nach dem 3:1 gegen Borussia Dortmund wieder da, wo er nach eigenem Selbstverständnis hingehört: ein Stück vor der Konkurrenz an der Spitze. Das hat viel mit der Rückkehr von Jupp Heynckes zu tun.

München - Als „Wochen der Wahrheit“ waren die jüngsten elf Tage für den lange Zeit zweitplatzierten FC Bayern beschrieben worden. Nach dem vergleichsweise angenehmen Auftaktprogramm unter Trainer-Rückkehrer Jupp Heynckes mit Heimspielen gegen den SC Freiburg und Celtic Glasgow sowie dem Auswärtsspiel in Hamburg warteten zwei Spiele gegen Vizemeister RB Leipzig, das Champions-League-Rückspiel in Glasgow sowie das schwere Auswärtsspiel beim wochenlangen Tabellenführer Borussia Dortmund auf den Rekordmeister.

Nun grüßt der FC Bayern München als souveräner Tabellenführer, ist in der Champions League bereits für das Achtelfinale qualifiziert und steht auch im DFB-Pokal in der Runde der besten 16 Teams. Das zeigt: Der FC Bayern hat nach dem Stotterstart und dem Trainerwechsel hin zum Triple-Trainer von 2013 zurück in die Spur gefunden.

Mit Heynckes kam der Erfolg zurück

Die Rückkehr des Rekordmeisters zu alter Stärke ist eng mit dem Namen Jupp Heynckes verbunden. Seit der 72-Jährige wieder auf der Bayern-Bank sitzt, gab es ausschließlich Siege. Der FC Bayern in der Jupp-Version macht endlich wieder Spaß.

Nach drei Zu-Null-Siegen gegen den SC Freiburg (5:0), Celtic Glasgow (3:0) sowie beim aufopferungsvoll kämpfenden Hamburger SV (1:0) stand vor anderthalb Wochen mit dem DFB-Pokalspiel bei RB Leipzig die erste große Bewährungsprobe für die Roten an. Nach Elfmeterschießen, in dem alle Bayern-Schützen trafen und Neuer-Vertreter Sven Ulreich den entscheidenden Strafstoß von Timo Werner parierte, stand der Einzug des FC Bayern in die nächste Runde fest. Die Bayern hatten mentale Stärke gezeigt und RB niedergerungen.

Leipzig, Celtic und den BVB in einer Woche geschlagen

War der Erfolg im Pokal noch als durchaus glücklich zu bezeichnen, weil die bis dahin überlegenen Sachsen nach Naby Keitas Platzverweis über eine Stunde in Unterzahl spielen mussten, so setzten die Bayern im nächsten Duell mit dem Vizemeister ein kleines Ausrufezeichen. Nach Willi Orbans früher roter Karte wegen einer Notbremse trafen die Bayern zweimal und spielten das 2:0 souverän herunter.

Nach dem knappen 2:1-Sieg bei Celtic Glasgow, bei dem Heynckes kräftig rotierte, boten die Bayern auch gegen Borussia Dortmund von Anfang an eine starke Leistung. Ersatz-Kapitän Arjen Robben, der nun der torgefährlichste Bayern-Ausländer aller Zeiten ist, und Robert Lewandowski brachten die Bayern beim großen Rivalen der vergangenen Jahre in Front, ehe David Alaba mit dem 3:0 den Deckel draufmachte. Am Ende gewannen die Bayern 3:1 und setzten sich an der Tabellenspitze sechs Zähler vom jetzt nur noch drittplatzierten BVB ab.

Heynckes bremst die Euphorie - und lobt alle

Heynckes bremste die Lobeshymnen auf den Rekordmeister aber nach dem Bundesliga-Gipfel. „Wir müssen den Ball flach halten. Heute haben wir gegen eine sehr gute Mannschaft in der ersten Halbzeit überragend gespielt. Aber auch Dortmund hatte sehr gute Chancen. Da hat uns Sven Ulreich im Spiel gehalten“, bilanzierte der Trainer-Routinier.

Auch den Vorsprung, den die Bayern nun auf die Konkurrenz aus Dortmund und Leipzig haben, will der Trainer-Routinier nicht zu hoch hängen. „Man konnte vor vier Wochen nicht voraussagen, dass wir jetzt sechs Punkte vor Dortmund und vier vor Leipzig stehen. Das haben wir uns hart erarbeitet,“ so der 72-Jährige, der auch seine Mannschaft lobte. „Wir haben in den letzten viereinhalb Wochen auf dem Trainingsfeld und in den Besprechungen überragend gearbeitet.“

Kompliment an die medizinische Abteilung

Und auch die medizinische Abteilung vergaß der Rückkehrer nicht. „Ich muss auch ein Kompliment an unsere medizinische Abteilung aussprechen. Die Ärzte und die Physios haben auch Tag und Nacht gearbeitet, weil die Spieler extremer belastet wurden."

Hier finden Sie alle Stimmen zum Bayern-Sieg in Dortmund

Jetzt haben die Bayern erstmal zwei Wochen Länderspielpause, bevor direkt die nächste Englische Woche auf den FC Bayern wartet. Wenn die Roten die Form der vergangenen Wochen konservieren können, sollten sich Augsburg, Anderlecht und Co. schon mal warm anziehen.

Zweimal die Eins: FC Bayern demontiert BVB - die besten Bilder

sh

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