Länderspielpause wird herbeigesehnt

Wörle wünscht sich mehr Professionalität bei den FCB-Damen

Ausgejubelt: Lena Lotzen fällt mit einer schweren Verletzung aus. F: Leifer

Für Melanie Behringer ist erst einmal Pause, auch bei Verena Faißt geht nichts mehr – dem Frauen-Team des FC Bayern kommt die Länderspielpause diesmal gelegen. Zuletzt wurde den Spielerinnen alles abverlangt, und da in den sechs Spielen bis zum Saisonende noch vier Punkte wettzumachen sind, ist es wichtig, die Kraftreserven neu aufzuladen. „Wir müssen jetzt einmal durchpusten, ehe es noch einmal voll zur Sache geht“, sagte Trainer Thomas Wörle.

Die zahlreichen Verletzungen sind ein Thema, das die Münchner schon seit Jahren begleitet und das intern lebhaft diskutiert wird. Auch das war etwas, was Wörle meinte, als er nach dem Aus gegen Paris in der Champions League appellierte, es könne nicht so weitergehen. Nach dem 1:0 gegen den FC Sand wiederholte er am Sonntag seine Anstöße. „Wir können aktuell mit europäischem Top-Niveau wie Paris, Lyon oder auch Wolfsburg nicht mithalten“, mahnte er, er habe das im Übrigen auch schon gesagt, als sich alle wegen zwei Meistertiteln in Serie in den Armen lagen. „Im Erfolg darf man nicht nachlassen.“ „Wir brauchen mehr Qualität im Kader und professionellere Bedingungen. Sonst geben wir den Vorteil weg, den wir uns mit dem aktuell guten Kader erarbeitet haben“, so Wörle. Es sei an der Zeit, „neue Weichen zu stellen – und das ist eine Aufgabe für uns alle“. Caroline Abbé, Siegtorschützin gegen Sand, pflichtete dem Appell bei. „Wir haben in Paris den Unterschied zwischen einem professionellen und einem sehr professionellen Verein gesehen“, sagte die Schweizer Nationalspielerin, „da war ein krasser Unterschied, da war eine Welt zwischen uns.“ Während Spielerinnen wie Melanie Behringer und Verena Faißt bis zum Duell in Duisburg am 23. April wieder fit sein sollen, muss sich Lena Lotzen nach ihrem erneuten Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie auf eine weitere lange Leidenszeit einrichten. Sie wird erst in drei Monaten operiert, erzählte Wörle, vorher müsse einiges vorbereitet werden. „Aber sie hat den absoluten Willen, wieder zurückzukommen. Sie konnte jetzt schon wieder reinschnuppern, hat gemerkt, sie konnte auch jetzt nach langer Auszeit wieder mithalten.“ Die 23-Jährige werde „mindestens ein Jahr weg sein – aber ich habe ihr gesagt, sie kann die Zeit, die sie jetzt verliert, am Ende ihrer Karriere noch draufpacken“, meinte der Trainer.

Quelle: fussball-vorort.de

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