Das Jugendhaus des FC Bayern

So wohnen Früchtl und Co.

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Diese 15 Nachwuchskicker bewohnen in dieser Saison das Jugendhaus des FC Bayern.

FC Bayern München - Für viele Talente bedeutet der Wechsel zum FC Bayern auch Abschied vom heimischen Elternhaus zu nehmen. Um den hohen Trainingsaufwand und die schulische Laufbahn unter einen Hut bringen zu können, ziehen die meisten bereits im jungen Alter ins vereinseigene Jugendhaus.

Auch Christian Früchtl und Niklas Dorsch zählen zu den insgesamt 15 Bewohnern des Jugendhauses an der Säbener Straße. Der erst 15 Jahre alte Früchtl, zuletzt die große Überraschung im Traingslager-Aufgebot von Pep Guardiola, bezieht seit seinem Wechsel im Sommer 2014 von der SpVgg GW Deggendorf ein Zimmer in der Unterkunft des Rekordmeisters.Auch für ihn sei die Umstellung auf ein sehr eigenständig geführtes Leben, weit weg von der schützenden Obhut der Eltern, zunächst "nicht immer leicht" gewesen, wie er gegenüber fcbayern.de verrät. Mit der Zeit wurde das Heimweh jedoch immer weniger und er habe sich inzwischen "gut eingelebt". Der Youngster betont zusätzlich, er fühle sich "sehr wohl" und das Internat sei für ihn "fast wie Zuhause".

Sein direkter Zimmernachbar, Niklas Dorsch, ist ein weiterer Sprössling aus der Bayern-Jugend, der in Doha bereits mit den großen Stars trainieren durfte. Die beiden dürfen im Erdgeschoss je ein Zimmer und ein Bad ihr Eigen nennen. Dorsch wohnt schon etwas länger im Jugendhaus und hat dort eine ganz spezielle Anlaufstelle für seine persönlichen Probleme oder Anliegen gefunden. Die Betreuerin Gertrud Wank nimmt so etwas wie die Rolle einer Ersatz-Mutter ein und hat auch Niklas Dorsch unter ihre Fittiche genommen. "Frau Wanke hat mir gerade in der etwas schwierigen Anfangszeit sehr viel geholfen", lässt der junge Kicker seine ersten Wochen im Jugendhaus Revue passieren. Auch heute noch schreibt er Wanke eine wichtige Position im Alltagsleben des Internates zu: "Sie ist wirklich immer für uns da, wenn wir etwas brauchen."

Doch damit aus den ehrgeizigen Bayern-Bubis einmal gestandene Profis, wie die früheren Bewohner David Alaba, Holger Badstuber, Sammy Kuffour und viele mehr, werden, überlässt der FC Bayern nichts dem Zufall. Nach dem vormittäglichen Schulprogramm, steht am Nachmittag eine zweistündige, so genannte "Studierzeit" auf dem Tagesplan. Dort helfen den Nachwuchskickern zwei bis drei Gymnasiallehrer beim Erledigen der Hausaufgaben und versuchen die Lücken, die beispielsweise durch DFB-Lehrgänge oder Youth-League-Einsätze entstanden sind, mit Nachhilfe-Einheiten zu füllen. Erst wenn die Schularbeit erledigt ist, dürfen endlich die Fußballschuhe geschnürt und das Trainingsprogramm auf dem saftigen Grün der FCB-Anlage absolviert werden.

Zum Abschluss eines anstrengenden Tages treffen sich die meisten der 15 Bewohner noch im Gemeinschaftsraum, um Playstation zu spielen oder einfach ein bisschen "abzuhängen". Lange Zockernächte oder ausufernde Gesprächsrunden dürften allerdings eher selten zu Stande kommen. Um 22 Uhr müssen sich die Youngster schon wieder auf ihren Zimmern befinden, um sich den nötigen Schlaf für die kommenden Aufgaben zu holen.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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