Angespannte Personalsituation

Zwei Verletze - aber keine Alibis beim FC Bayern

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Mehdi Benatia (l.) dürfte gegen Stuttgart wieder zum Kader gehören, Franck Ribery hat sich dagegen fit gemeldet.

München - Vor dem Start in gleich drei englische Wochen ist die Personalsituation beim FC Bayern noch immer angespannt. Ob Alonso gegen den Stuttgart sein Heimdebüt feiern kann, ist fraglich.

Weltstar Xabi Alonso ist bisher ohne Mannschaftstraining - und auch Arjen Robben hat Rückstand. Wenigstens Franck Ribery gab nach überwundenen hartnäckigen Knieschmerzen grünes Licht. Mit dem Südderby gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) startet Rekordmeister Bayern München in drei englische Wochen in Folge. Die Saison nimmt mit sieben Spielen innerhalb von 22 Tagen richtig Fahrt auf. Doch den Luxuskader von Pep Guardiola plagen noch ganz profane Probleme.

Die Personalsituation gestaltet sich nach wie vor kompliziert. Der spanische Coach kann die Bayern-Elf wohl noch immer nicht nach seinen Idealvorstellungen bestücken. Alonso laboriert an einer Sprunggelenkblessur, erst am Mittwoch nahm er leichtes Lauftraining auf. Dass der 32-Jährige gegen die Schwaben sein Heimdebüt feiert, steht wohl keineswegs fest - auch wenn der Stratege der tz auf die entsprechende Frage anders antwortete: "Mit Sicherheit" werde er spielen können, sagte Alonso.

Sportvorstand Matthias Sammer blieb da zu Wochenbeginn doch eher zurückhaltend. Man müsse die Entwicklung „beobachten“, meinte er. Es sei jedenfalls wichtig, dass die Spieler „schnell“ zur Verfügung stünden. „Wir werden sehen wie schnell“, sagte der 47-Jährige.

Ribery ganz schnell: „Ich fühle mich gut und bin fit für Samstag“, sagte der Franzose, dessen bis dato letztes Pflichtspiel fast vier Monate zurückliegt. Robben trainierte derweil zur Wochenmitte zwar noch individuell, aber bereits sehr intensiv, was einen Einsatz zumindest wahrscheinlich macht. Den Niederländer behindern wie Alonso Schmerzen im Sprunggelenk.

Rückkehr von Thiago und Schweinsteiger ungewiss

Neben den genannten nähert sich Außenverteidiger Rafinha nach einem Außenbandriss einem baldigen Comeback. Neueinkauf Mehdi Benatia hat nach einem Muskelfaserriss Rhythmus aufgenommen und dürfte mindestens zum Aufgebot gehören. Bei Thiago und Bastian Schweinsteiger gibt es dagegen weiterhin kein konkretes Zeitfenster für eine Rückkehr - der am Kreuzband verletzte Javi Martinez ist ohnehin erst im Frühjahr wieder ein Thema.

Die Chefs fordern dennoch, dass der Meisterschaftsfavorit zügig in Bestform auftritt. Der Champions-League-Auftakt gegen Manchester City (17. September) wird wohl auch keine Nachlässigkeiten verzeihen. „Es sind keine Alibis nötig für uns, wir können uns keine Schwächephase erlauben“, sagte Sammer, und Präsident Karl Hopfner erwartet, dass „wir nun allmählich in unseren Rhythmus kommen“.

Dabei setzte der Nachfolger von Uli Hoeneß viel Vertrauen in Alonso. Dessen Kauf sei ebenso richtig gewesen wie die Entscheidung, Nationalspieler Toni Kroos zu Real Madrid gehen zu lassen, sagte Hopfner dem kicker. Gerade der 32 Jahre alte Spanier sei ein „Weltstar“, der „zur Kategorie der absoluten Topspieler“ zähle. Schon beim Blitzdebüt in Schalke (1:1) habe Alonso „Persönlichkeit“ gezeigt. Ob er das auch gegen die bereits angeschlagenen Stuttgarter kann, darauf hat womöglich Coach Guardiola bei der Pressekonferenz am Freitag eine klare Antwort.

SID

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