Ude gegen Hoeneß - Das sagen unsere User

"Nachtreten ist nicht gerade vorbildlich"

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Zwischen ihnen ist wohl das Tischtuch zerschnitten: Ex-Bayern-Präsident Uli Hoene0 (links) und Münchens früherer OB Christian Ude (SPD) bei der Meisterfeier der Bayern in 2010.

München - Alt-OB Christian Ude macht einen auf Abteilung Attacke: Zwei Wochen nach seinem Ausscheiden aus dem Amt hat er Uli Hoeneß heftig attackiert. Das sagen unsere User zu den Angriffen.

Wie nicht anders zu erwarten, polarisiert die Kritik des früheren Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude (SPD) an Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß die User auf tz.de und merkur-online.de. Auch kein Wunder: Anhand der Usernamen kann man die Ude-Kritiker vor allem den Bayern-Fans zurechnen, wogegen die Unterstützer des Löwen-Fans Ude vor allem Sechzig-Anhänger sind. Allerdings: Viele User, die Partei für Ude ergreifen, hätten sich gewünscht, dass der frühere OB schon viel früher seine negative Meinung über Hoeneß kundgetan hätte.

Hier lesen Sie Udes Aussagen zu Hoeneß

  • "einbayernfan" findet Udes Äußerungen stillos: "Herr Ude, Nachtreten gegen einem am Boden liegenden Mann ist nicht grad vorbildlich. Pfui Deibi."
  • Auch "Airdinger" hält Udes Äußerungen für peinlich. Zudem betont er die sozialen Vedienste von Uli Hoeneß - die im Gegensatz zu denen Christian Udes herausragend seien: "Diese Attacke Udes ist nicht weiter verwunderlich, ist er doch selbst ein schlechter Verlierer. Aus der Sicht Udes ist Uli Hoeneß sowohl in der falschen Partei, als auch auch beim falschem Verein ... und zudem hat er er auch noch mehr Freunde & Fans, die zu ihm halten. Klar war Hoeneß zwischenzeitlich dem Reiz des Zockens erlegen, ein wirklicher Fehler. Trotzdem hat Uli Hoeneß mehr für in Not geratene Menschen und Vereine (wie 1860) getan, als Christian Ude es jemals tun wird... das ist natürlich schwer zu verwinden. Aber deshalb so um sich beißen? Peinlich, Herr Ude, peinlich... wirklich peinlich."

"Ehemaliger OB sollte sich anders verhalten"

  • "Peter" findet es unmöglich, dass Ude gegen den am Boden liegenden Hoeneß nachtritt: "Ob er Recht hat, der Herr Ude oder nicht, sei auf einem anderen Blatt geschrieben. Aber gegen jemanden nachtreten, der sich im Moment nicht wehren kann, ist allerunterste Schublade. Der gute Mann hätte seinen Mund aufmachen sollen, als U.H. noch in Amt und Ehren war. Dann hätte er meinen Respekt gehabt. Aber so ist das feige, denunzierend, charakterlich mehr als zweifelhaft und eines ehemaligen OBs absolut unwürdig. Am besten soll er bleiben, wo er ist - in der Versenkung. Uns, die 60er, hat er ja im Kampf um das Grünwalder auch auflaufen lassen. Der Gute dreht sich so, wie der Wind gerade steht. Pfui Teufel."

"Vorher hat er seinen Mund nicht aufgekriegt"

  • "Kangaroo" findet es daneben, dass der Münchner OB, der zuvor immer bei den Bayern auf dem Rathausbalkon stand, gleich nach seinem politischen Abtritt gegen Hoeneß nachtritt: "Jetzt legt er los, vorher hat er seinen Mund nicht aufgekriegt. Aber da war er damit beschäftigt, allen in den Hintern zu kriechen, bei denen er es gerade für notwendig hielt. Die Belange der Münchner haben ihn doch so gut wie nie interessiert. Aber bei den Meisterfeiern des FCB war er immer dabei, um scheinheilig dem FCB zu gratulieren (wurde ja im TV übertragen). Hoffentlich verschwindet er bald in der Versenkung."
  • "Blauer Planet" hält Ude entgegen, beim Bau der Allianz Arena mit Uli Hoeneß paktiert zu haben - zum Schaden der Löwen: "Hätt' er doch einfach die 60er vor diesem roten Typen gewarnt, anstatt sie mit dem Stadionbau in den finanziellen Ruin zu treiben. Aber da war dem Herrn Ude das eigene Hemd (WM-Stadion) näher als die Liebe zum Verein der Münchner!"

Bislang gab Ude wegen Wahlkampf Ruhe

  • "Sechzger57" meint, dass Ude seine negative Meinung über Uli Hoeneß bislang aus Wahlkampfgründen zurückgehalten habe. "Der Ex-OB Ude war im Wahlkampf für seinen Nachfolger Reiter. Hätte Ude bereits Anfang des Jahres seine Meinungen zu U.H. geäußert, wäre das der Untgang der SPD und von Reiter gewesen."
  • "Hessenbayer" hält es hingegen für Feigheit, dass Ude erst nach dem Ausscheiden aus seinem Amt gegen Hoeneß ledert: "Hoooo... ein ganz mutiger isser, unser lieber Ude. Jetzt, wo er keine Verantwortung mehr trägt, kommt er aus dem Eck gehüpft und schimpft auf alles und jeden. Kostet ja nun keine Wählerstimmen mehr."
  • Ins selbe Horn stößt "gertrudeeee1": "Da hat der Ude seine Abneigung aber ziemlich lange im Zaun gehalten. Bloß keine SPD-Wähler verschrecken. Ude ist der wahre Heuchler."

"Selten ein ehrlicheres und besseres Statement"

  • Volle Zustimmung zu Ude äußert "Würsteluli": "Selten hat ein Politiker ein ehrlicheres und besseres Statement abgegeben. Herrn Hoeneß würde es schmeicheln, wenn man ihm mit einem Heuchler vergleichen würde. Die Maske dieses Mannes ist gefallen. Gott sei Dank!"
  • "WatschnLeo Grünwalder" äußert Zustimmung für die Aussagen von Ude. Er hätte sich aber gewünscht, dass der Ex-OB schon früher einmal seine negative Meinung über Hoeneß verkündet hätte: "Nach 20 Jahren Ude mal Worte, die mir gefallen. Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass er 20 Jahre lang zu feig war, sich entsprechend zu äußern oder war das Essen bei den Banketts der Bayern immer so lecker?"

Udes Interview im "Spiegel"

Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" watscht Ude Hoeneß heftig ab. Die Aussagen des früheren Münchner Oberbürgermeisters über den Ex-Bayern-Präsidenten hatte das Magazin am Wochenende als Vorabmeldung verbreitet. Ursprung ihrer jahrzehntelangen Feindseligkeit sei „die blanke Geldgier eines Profifußballvereins, der in Gestalt seines Managers den Hals nicht vollkriegen konnte“, sagte Ude dem "Spiegel". Nach dem Bürgerentscheid der Münchner für ein neues Stadion habe Hoeneß vergeblich versucht, öffentliche Zuschüsse dafür zu bekommen.

„Für ihn gehören zum relevanten Teil der Menschheit nur die Bayern-Fans“, sagte Ude. Er habe ihn „nicht ein einziges Mal mit Anstand und Gelassenheit verlieren“ sehen.

Obwohl er Hoeneß den Goldenen Ehrenring der Stadt München verliehen hatte, kratzte der Alt-OB jetzt auch an Hoeneß' sozialem Engagement. Hoeneß habe zwar großzügig geholfen, aber mit dem Anspruch, dafür hätten „alle dankbar und unterwürfig zu sein“. Es sei bemerkenswert, dass er nach Aufdeckung seiner Steuerhinterziehung nicht von der Abteilung Attacke in die Abteilung Einsicht oder Nachdenklichkeit gewechselt sei.

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fro/dpa

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