Champions League

"Zorro" Lewandowski: Seine Stiche treffen nicht

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Robert Lewandowski im Zweikampf mit Piqué.

Barcelona - Mit Maske, aber in der entscheidenden Szene ohne Durchblick: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski müht sich redlich, erlebt in Barcelona aber einen gebrauchten Tag.

Als Robert Lewandowski rund eineinhalb Stunden vor dem Giganten-Duell ins weltberühmte Camp Nou trat, hatte er ein strahlendes Lächeln im Gesicht. Das war deshalb ganz gut zu erkennen, weil sich der Stürmer von Bayern München erst in der Kabine in „El Zorro“, den Rächer mit der schwarzen Maske verwandelte, als der er den FC Barcelona das Fürchten lehren wollte. Um es kurz zu machen: Seine Mission misslang.

Den Spitznamen - deutsch: der Fuchs, nach der Roman- und Filmfigur - hatte ihm Ersatztorhüter Pepe Reina verpasst. Es schwang da ein gewisser Respekt mit vor dem polnischen Nationalspieler: Der stand nur acht Tage, nachdem ihm Dortmunds Torwart Mitch Langerack im DFB-Pokalhalbfinale bei einer harten Attacke schwere Gesichtsverletzungen zugefügt hatte, wieder auf dem Platz. Und er spielte mit vollem (Körper-)Einsatz, blieb aber erfolglos - die Bayern verloren 0:3 und müssen sich von ihrem Traum vom Endspiel in Berlin schon beinahe verabschieden.

Schon nach sieben Sekunden warf sich Lewandowski an der linken Auslinie, wo er sich zunächst häufig aufhielt, in das erste Luftduell - und gewann es. Auch in der Folge bekam Barcelona vorgeführt, was es verpasste, als es sich 2010 gegen den damals noch weitgehend unbekannten Lewandowski entschied (der stattdessen nach Dortmund wechselte). Lewandowski gab den ersten Schuss ab (7., Gerard Pique blockte), er köpfte neben das Tor (13.).

Und: Er hatte die erste dicke Chance. Nach Hereingabe von Thomas Müller stand er in Mittelstürmer-Position völlig frei am Fünfer, doch er trat den Ball kläglich am Tor vorbei (18.). „Zorros“ Stiche - sie trafen nicht.

Fehlte der Durchblick? Trainer Pep Guardiola hatte sich - auch angesichts der Verletztenmisere - nach einem Gespräch mit dem 26-Jährigen am Vorabend entschieden, ihn zu bringen. „Robert wird wissen, inwieweit er da ein Risiko eingeht“, sagte Torhüter Manuel Neuer dazu.

„Lewa“ scheute das Risiko nicht. Fast immer war er das Ziel der Bayern-Angriffe, er war ballsicher und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Doch weil die Münchner um den überragenden Neuer vor allem verteidigen mussten, kam der zuvor fünf Mal für die Bayern in der Champions League erfolgreiche Angreifer kaum mehr vor's Tor. Und so war „Zorro“ dieses eine Mal doch nicht der Held.

Bayern nach Messi-Gala vor Halbfinal-K.o.

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sid

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