…zum Experimentieren gezwungen - Klinsi gegen Wolfsburg

Zum Siegen verdammt!

Jürgen Klinsmann weiß, was von ihm erwartet wird: In den nächsten drei Spielen müssen unbedingt drei Siege her.
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Jürgen Klinsmann weiß, was von ihm erwartet wird: In den nächsten drei Spielen müssen unbedingt drei Siege her.

München - Uli Hoeneß hatte es gefordert: „Wir brauchen jetzt vier Siege!“, lautete die klare Ansage des Managers.

Der erste Sieg – in der Champions League – gegen Florenz ist schon mal geschafft. Es folgen nun drei Bundesliga-Partien: Am Samstag gegen Wolfsburg, Mittwoch in Frankfurt, am kommenden Samstag daheim gegen Bielefeld. In den Augen der Bayern alles lösbare Aufgaben. Denn zu Hause will man ohnehin alle Spiele gewinnen, auswärts geht es gegen einen angeschlagenen Abstiegskandidaten. Die Rechnung also ist simpel: drei Spiele, neun Punkte – und schon ist man wieder ganz oben mit dabei. Klar ist aber auch: Geht die Rechnung schief, entsteht wieder Unruhe an der Säbener Straße. Klinsi ist also zum Siegen verdammt!

Und er ist sich der angespannten Situation bewusst. „Die Mannschaft hat in der Bundesliga ein paar Spiele vergeigt. Die Spieler wissen das, jetzt wollen sie das unbedingt korrigieren. Sie werden das mit dem richtigen Engagement angehen“, sagt Klinsmann überzeugt. Doch vor allem das erste Spiel gegen Wolfsburg ist für Klinsmann eine knifflige Aufgabe. Zum einen haben die Wolfsburger in den vergangenen zwei Jahren mehr als 30 teils hochkarätige Neuzugänge verpflichtet. Unter ihnen die beiden italienischen Weltmeister Cristian Zaccardo und Andrea Barzagli. Preis nur für die beiden: 21 Millionen Euro. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge warnt: „Die betreiben dort einen großen Aufwand, man muss Wolfsburg unbedingt ernst nehmen!“

Zum anderen fallen bei den Bayern zwei der wichtigsten Spieler aus: Philipp Lahm (Fußbruch) und Luca Toni (Rippenverletzung). „Philipp ist der mit Abstand beste Außenverteidiger der Liga. Sein Ausfall tut weh, keine Frage“, sagt Rummenigge. Und stellt Klinsmann vor die Frage: Wie kann er diesen Ausfall einigermaßen kompensieren? Es bleiben dem Trainer letztlich nur drei Möglichkeiten:

Christian Lell:Eigentlich ist Lell gelernter Rechtsverteidiger. Doch der 24-Jährige kann auch auf der linken Seite spielen, das hat er schon bewiesen. „Dazu ist er problemlos in der Lage“, bestätigt Klinsmann. Diese Variante ist die whrscheinlichste. Wahrscheinlichkeit: 80 Prozent.

Dreier-Kette:Zu Beginn der Saison setzte Klinsmann auf eine Dreier-Kette bestehend aus Lucio, Demichelis und van Buyten. Dafür rückten die ursprünglichen Außenverteidiger ins Mittelfeld vor. Sollte Klinsi tatsächlich mit Dreier-Riegel antreten, muss er keine Außenverteidiger aufstellen, dafür aber fünf Mittelfeldspieler. Wahrscheinlichkeit: 15 Prozent.

Zé Roberto:Der Brasiliener spielt schon einmal auf der Position, wurde aber auf der Sechs zuletzt immer wertvoller. Die Wahrscheinlichkeit, dass Klinsi ihn von dort wegholt: 5 Prozent

Wie Klinsmann sich auch immer entscheidet, in jedem Fall trifft er auf seinen Vorgänger bei Bayern: Felix Magath. „Ich habe sehr, sehr großen Respekt vor Felix. Er ist ein sehr erfolgreicher Trainer“, sagt Klinsmann. Gewinnen lassen wird er ihn deswegen jedoch nicht.

jj

Quelle: tz

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