U19-Trainer: Zwei Traumjobs beim FC Bayern

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Holger Seitz (l.) startet auf der Karriereleiter so richtig durch. Sein Co-Trainer Dirk Teschke (r.) vertritt die gleiche Fußball-Philosophie.

München - Mit Holger Seitz und Dirk Teschke haben zwei vornehmlich durch den SC Fürstenfeldbruck bekannt gewordene Fußballer einen Job erhalten, von dem viele nur träumen können: Trainer der U19 des FC Bayern München.

Seitz (40) ist Cheftrainer, der sechs Jahre ältere Teschke sein Assistent. Fast acht Jahre lang war Seitz, der seine aktive Laufbahn als Fußballer beim damals noch in der Bayernliga spielenden SC Fürstenfeldruck beendet hatte und bis dahin in Puch lebte, bislang beim Bayerischen Fußballverband (BFV) schwerpunktmäßig in der Trainer-Ausbildung tätig. „Ich bin froh und glücklich, dass ich dort mitwirken durfte.“ Ein Höhepunkt seiner Karriere war 2011 der kurze Ausflug, als er als Assistent von Deutschlands U17-Nationaltrainer Steffen Freund die Vize-Europameisterschaft sowie wenig später die Bronzmedaille bei der WM in Mexiko gewann.

Seinem Wunsch, noch einmal ins Tagesgeschäft zurückzukehren, eine Mannschaft zu trainieren und am Wochenende den Wettkampf zu erleben, erfüllte er sich nun durch die Strukturveränderungen beim deutschen Rekordmeister. Seitz stand durch seine Tätigkeit beim Verband ständig in Verbindung mit dem FC Bayern. Aus der daraus im Laufe der Jahre gewachsenen „gegenseitigen Wertschätzung“ wurde nun eine „feste Beziehung“. Nach Gesprächen mit Manager Matthias Sammer sowie später mit dem nach seiner Hafterleichterung für die Jugend zuständigen Bayern-Legende Uli Hoeneß erhielt Seitz einen längerfristigen Vertrag. Dass ihn der Rekordmeister genommen hat, habe ihn nicht nur gefreut, sondern schon auch ein wenig mit Stolz erfüllt, so Seitz. Ihm sei aber auch bewusst, dass dies für ihn zugleich eine große Verpflichtung und Herausforderung darstelle. Er sei jetzt gefordert, nicht mit schlauen Sprüchen im Vorfeld, sondern mit konsequenter Arbeit auf dem Fußballplatz, so der verheiratete Familienvater von einem Zwillingspärchen.

Dieser Entscheidung gingen viele Gespräche und Überlegungen, auch mit den Verbandsverantwortlichen voraus. „Letzten Endes habe ich mich für den FC Bayern entschieden, weil ich eine große Begeisterung für die individuelle Weiterentwicklung von leistungsorientierten Nachwuchsfußballern in mir spüre. Diese Begeisterung möchte ich leben. Der Bauch gab die Richtung vor.“

Als Sprungbrett für eine große Trainerkarriere betrachtet Holger Seitz den Job beim FC Bayern aber nicht. „Ich möchte etwas bewegen, dem hohen Anspruchsdenken gerecht werden. Wir dürfen uns nicht im Licht der ersten Mannschaft sonnen, sondern unseren eigenen Glanz entwickeln.“ Als logische Konsequenz bezeichnete Seitz die Verpflichtung seines künftigen Co-Trainers Dirk Teschke. Logisch deshalb, „weil wir uns seit Jahren permanent austauschen und weil Dirk die gleiche Fußballphilosophie vertritt wie ich“. Der aus einer Mammendorfer Fußballfamilie stammende Teschke hat sich auch seit vielen Jahren überregional einen Namen gemacht. Und das nicht zuletzt als Regionalliga-Trainer bei 1860 Rosenheim.

Dieter Metzler

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