Bayern-Gegner

Alba-Boss Baldi: "Jedes Spiel ist eine Schlacht"

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Alba-Geschäftsführer Marco Baldi

München - Vor dem dritten Aufeinandertreffen der Bayern-Baskets mit Alba Berlin im Audi Dome sprach die tz mit Alba-Geschäftsführer Marco Baldi.

Alles wieder offen! Nach dem 88:81-Triumph der Bayern-Basketballer im ersten Finale (Best of Five) und der Revanche von Alba Berlin in Spiel zwei (95:81) ist die Meisterschaftsserie wieder ausgeglichen. Vor dem dritten Aufeinandertreffen am Sonntag (17.00 Uhr, Sport1) im Audi Dome sprach die tz mit Alba-Geschäftsführer Marco Baldi. Das Interview:

Herr Baldi, was hat Alba in Berlin besser gemacht als zuvor in München?

Baldi: In München war die Atmosphäre für uns schwierig, die Temperaturen hoch (34 Grad, d.Red.) und die Unterstützung für den FC Bayern sehr groß. Am Donnerstag hatten wir Heimrecht. Wir waren sehr viel konzentrierter, haben aus dem vorangegangenen Spiel gelernt. Zuhause spielt es sich immer leichter.

Welche Aussagekraft hat der Ausgleich in der Serie?

Baldi: Wir fangen wieder bei Null an. Es sind zwei sehr starke Teams, jedes mit seinen Möglichkeiten. Es war von vornherein klar, dass das eine harte Serie wird.

Worauf können sich die Basketball-Fans noch einstellen?

Baldi: In einem Finale hält sich keiner zurück. Ich habe allerdings selten so ein intensives und hochklassiges Finale gesehen, wie das am Donnerstag. Beide Mannschaften sind sich auf einem sehr hohen Niveau begegnet. Darauf können sich alle weiterhin freuen.

Im Vorfeld haben einige das Finale als „Hass-Duell“ bezeichnet. Zurecht?

Baldi: Von der Rivalität, die durch bestimmte Besonderheiten aus der Vergangenheit zustandekommt, lebt der Sport. Von Hass kann man aber nicht sprechen. Klar gibt es Scharmützel, weil einige ehemalige Alba-Spieler jetzt beim FC Bayern unter Vertrag stehen. Und sicher macht jedes Team alles, um den Titel zu gewinnen. Aber es sind zwei Teams, die sich respektieren.

Einer dieser Ex-Berliner ist Heiko Schaffartzik. Er bekam auch am Donnerstag den Unmut der Alba-Fans zu spüren. Können Sie die Anhänger verstehen?

Baldi: Ich glaube, dass die Fans ein sehr feines Gespür dafür haben, wie sie auf Mannschaften, und auf Situationen reagieren. Ich habe mir angewöhnt, keine Äußerungen zu beurteilen, oder etwas zu beanstanden, solange es sich in einem gewissen Rahmen bewegt. Als Spieler muss man damit umgehen können, dass man manchmal ausgepfiffen wird.

Am Sonntag hat Bayern wieder Heimrecht. Ein Nachteil für Alba?

Baldi: Ich hoffe nicht. Und ich halte uns auch für stark genug, in München ein Spiel zu gewinnen. Das haben wir in der Saison schon gezeigt. Aber es muss alles im richtigen Moment zusammenlaufen. Deshalb bleibt der FC Bayern für mich der Favorit.

In Spiel eins stand das Schiedsrichtergespann im Fokus, Stichwort Freiwürfe. Am Donnerstag beeinflussten sie das Spiel nicht. Welche Rolle spielen die Referees?

Baldi: Die Schiedsrichter stehen immer unter Druck, müssen eine hohe Aufmerksamkeit aufbringen. Das ist ihr Beruf. Jede Entscheidung kann den Ausschlag geben. Dass Fehler passieren, ist kein Drama, wichtig ist nur, dass eine erkennbare Linie da ist.

Berlin hat ein viertes Spiel erzwungen. Wie lange, schätzen Sie, wird die Serie gehen? 

Baldi: Auf alle Fälle wird jedes Spiel eine Schlacht sein, ein großer Kampf. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es über die volle Distanz von fünf Spielen geht. Ein Prophet bin ich aber nicht.

Deutliche Bayern-Pleite in Berlin

Deutliche Bayern-Pleite in Berlin

Interview: Sina Ojo

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