ALBA-Center Bogdan Radosavljevic im Interview

Erst Bamberg, dann Bayern – Berlin plant den Coup

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Am Sonntag treffen ALBA und Bamberg aufeinander

Berlin - Es ist das Duell um den ersten Tabellenplatz. Für die FCB-Basketballer geht es am Sonntag um 15.00 Uhr auswärts gegen ALBA Berlin. Vorab spricht Bogdan Radosavljevic im Interview über das Duell.

Es ist das Duell um den ersten Tabellenplatz. Für die FCB-Basketballer geht es am Sonntag um 15.00 Uhr auswärts gegen ALBA Berlin. Dass es dieses Duell in sich haben wird, ist schon jetzt sicher. Denn die Hauptstädter haben wie die Münchner bisher nur ein BBL-Duell verloren, zuletzt schlugen sie sogar Meister Bamberg – in Bamberg wohlgemerkt. Mit dabei: Ex-FCB-Center Bogdan Radosavljevic. Der 24-Jährige ist bereits seit 2016 im Team der Albatrosse. Im Interview spricht er über den Start in die Saison, die Herausforderung gegen die Bayern und verrät, auf wen er sich besonders freut.

Herr Radosavljevic, in der vergangenen Saison hatte Ihr Verein mit vielen Problemen zu kämpfen. In diesem Sommer wurde einiges am Kader geändert, mit Aíto Reneses kam eine echte Trainerlegende. Haben Sie damit gerechnet, dass Ihr Team gleich zu Anfang so durchstarten würde?

Radosavljevic: Ich denke, unser Vorteil war, dass viele nicht damit gerechnet haben. Insofern konnten wir in gewisser Weise überraschen. Was uns angeht: Es ist deutlich zu spüren, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft von Anfang an sehr gut war. Wie Sie gesagt haben, wir haben mit Coach Reneses einen sehr erfahrenen Trainer. Die Arbeit mit ihm ist sehr angenehm. Ich würde sagen, dass wir wieder ein Stück zum einfachen, reinen Basketball zurückgekehrt sind. Wir verrennen uns nicht in komplizierte Systeme, sondern konzentrieren uns auf uns selbst.

Am vergangenen Wochenende gelang es Ihnen sogar, den Meister in eigener Halle zu schlagen. Beste Voraussetzungen, um gegen die Bayern nachzulegen, oder?

Radosavljevic: Na hoffentlich! (lacht) Der Sieg in Bamberg hat uns noch einmal einiges an Selbstvertrauen gegeben. Ich denke, jeder weiß, wie schwer es ist, gerade in der Bamberger Halle zu gewinnen. Trotzdem ist eines wichtig, das wiederholt auch der Coach immer wieder: Wir sind nach einem Sieg nicht das beste Team der Liga, nach einer Niederlage nicht das schlechteste. Insofern konzentrieren wir uns ausschließlich auf die nächste Aufgabe. Und das sind nun die Bayern.

Am Sonntag geht es um die Verteidigung des ersten Tabellenplatzes. Die Münchner müssen dabei auf Vladimir Lucic verzichten. Wie sehr wird sie sein Fehlen schwächen?

Radosavljevic: Das wird sich zeigen. Die Bayern haben weiterhin einen sehr tiefen Kader. Trotzdem muss man sagen, dass Luca (Spitzname: Vladimir Lucic, die Red.) ein sehr wichtiger Spieler ist. Er ist einfach der Mann, der alles macht. Es tut mir persönlich sehr leid für ihn. Wir kennen uns gut und ich wünsche ihm, dass er schnell wieder fit wird!

Im Team der Bayern befinden sich einige ehemalige ALBA-Spieler. Außerdem kennen Sie viele der Münchner Spieler aus der Nationalmannschaft. Mit wem haben Sie auch privat Kontakt?

Radosavljevic: Ich verstehe mich mit Alex (King, die Red.), Luca, Nihad (Djedovic, die Red.) und auch Maik (Zirbes, die Red.) sehr gut. Mit ihm und einigen anderen war ich auch im Sommer gemeinsam im Urlaub. Insofern freue ich mich schon auf unser Wiedersehen am Sonntag (lacht).

Gibt es dann den einen oder anderen Spruch?

Radosavljevic: Das kommt schon vor. Ich spiele gern gegen Maik, da hat man unter dem Korb richtig was zu tun. Man könnte sagen, ich freue mich auf seine Ellbogen. Und ich glaube, dass er sich auch auf meine freut (lacht).

Interview: Lena Meyer

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