Berlin plant den nächsten Coup

"Das wäre eine Sensation!" 

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Alex King (r.) gegen Dusko Savanovic

München - Zurück zum Sportlichen. Nach dem turbulenten Ligaspiel am Sonntag – die Bayern gewannen mit 96:65 – wollen sich die Bayern und ALBA Berlin wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Zurück zum Sportlichen. Nach dem turbulenten Ligaspiel am Sonntag – die Bayern gewannen mit 96:65 – wollen sich die Bayern und ALBA Berlin wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Die Stimmung beim Eurocup-Rückspiel der beiden Kontrahenten im Audi Dome dürfte Dienstag (20 Uhr) dennoch ordentlich hitzig werden. Und das nicht nur, weil nach dem 82:82-Unentschieden in der ersten Partie auf europäischer Ebene am vergangenen Mittwoch, das Duell ums Viertelfinalticket völlig offen ist. Auch die Nachwirkungen der heftigen Rangelei zwischen mehreren FCB- und ALBA-Spielern am Sonntag (tz berichtete) werden zu spüren sein. Nach einem harten Foul von Akeem Vargas an Paul Zipser hatten sich die Emotionen wenig später zwischen Zipser, Dragan Milosavljvic, Alex Renfroe & Co. entladen. Die Folge: Ein Kratzer am Hals von Zipser und die Disqualifikationen von Milosavljvic und Renfroe. Diese haben allerdings keine Auswirkungen auf den europäischen Wettbewerb, sondern betreffen lediglich die Bundesliga.

Bis auf den verletzten Nihad Djedovic können die Münchner also mit dem gesamten Kader antreten. „Wir werden alles daran setzten, um auch am Dienstag zu gewinnen“, versprach Trainer Svetislav Pesic.

Gewinnen wollen auch die Berliner. Schließlich konnten die Hauptstädter mit dem Pokalfinale vor gut einer Woche bereits ein Do-or-die-Spiel für sich entscheiden. Die tz sprach mit ALBA-Kapitän Alex King über Eurocup, Bayern-Rivalität und seine Münchner Vergangenheit.

Herr King, dass ein Basketballspiel hin und wieder unentschieden ausgehen kann, wie im Eurocup-Hinspiel, wussten zuvor wohl nur eingefleischte Fans...

King: Stimmt, das kommt nicht so häufig vor. In dieser Hinsicht war der Ausgang des Eurocup-Hinspiels gegen die Bayern schon besonders. Ich kann mich erinnern, dass schon einmal ein Spiel in meiner Karriere unentschieden ausgegangen ist. Das war in meiner Zeit bei den Skyliners Frankfurt. Aber fragen Sie mich nicht, wer der Gegner war...

Die Ausgangslage könnte also nicht spannender sein. Worauf wird es ankommen?

King: Ein Spiel gegen die Bayern ist immer schwer. Vor allem, wenn es sich um ein Heimspiel der Münchner handelt. Es ist schade, dass wir die Gelegenheit, uns in eine bessere Ausgangslage zu bringen, im Hinspiel nicht nutzen konnten. Aber so ist der Sport nun einmal. Im Rückspiel wird es darauf ankommen, dass wir uns noch mehr auf unser eigenes Spiel konzentrieren, möglichst viele Offensivrebounds holen und die Bayern – vor allem defensiv – nicht zu ihrem Rhythmus finden lassen. Dann haben wir gute Chancen.

Im Pokalfinale hat das ja schon geklappt.

King: Richtig. Und ich traue meinem Team absolut zu, das Ganze noch einmal zu schaffen. Wir sind mental und physisch fit und wissen, dass wir Bayern schlagen können. Ich denke, der Pokalsieg hat uns noch einmal ordentlich Selbstvertrauen gegeben.

Sie sind seit 2013 im Team von ALBA Berlin. Wie sehen Sie die Rivalität, die sich in den vergangenen Jahren mit den Bayern entwickelt hat?

King: Soll ich ehrlich sein? Das interessiert mich eigentlich wenig. Klar, es sind im Laufe der Zeit einige ALBA-Spieler nach München gewechselt. Und auch Svetislav Pesic war lange Trainer in Berlin. Aber das sind meiner Meinung nach Ereignisse, die zum Sportgeschäft dazugehören. Als Spieler sollte man sich ausschließlich darauf konzentrieren, was auf dem Parkett geschieht. Alles andere tut nicht zur Sache.

Sie haben ebenfalls eine Vergangenheit beim FC Bayern.

King (lacht): Stimmt und das wissen die wenigsten, glaube ich. Ich bin ja in Ansbach geboren, habe in der Jugendabteilung des FC Bayern gespielt. Meine Eltern und viele Freunde wohnen noch in München. Insofern ist es für mich immer etwas Besonderes, dorthin zurückzukommen und viele bekannte Gesichter wiederzusehen.

War es für Sie einmal eine Überlegung, zurück nach München zu gehen?

King: Ich stehe gern für ALBA Berlin auf dem Parkett.

Sie haben sich bereits den Pokal in der Halle der Bayern gesichert. Was würde es für ALBA Berlin bedeuten, dort auch ins Eurocup-Viertelfinale einzuziehen?

King: Das wäre eine Sensation! Der Pokalsieg war ja schon wie ein Traum. Ich denke, mit einem Berliner Erfolg haben vor dem Top Four die wenigsten gerechnet. Wenn wir nun auch noch das Viertelfinal-Ticket lösen könnten, wäre das großartig.

Interview: Lena Meyer

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