Rote Riesen vor dem Aus

ALBA schockt die Bayern-Baskets

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Unaufhaltbar: Berlins Giffey (M.), hier gegen Savanovic (l.)und Stimac vom FCB. ALBA trennt nur noch ein Sieg vom Finaleinzug.

München - ALBA Berlin hat den Halbfinal-Heimvorteil gegen die Bayern-Baskets gewahrt und braucht nur noch einen Sieg für die Entthronung der Münchner.

Die Hauptstädter bezwangen den Titelverteidiger am Sonntag mit 101:88 (50:44) und übernahmen die 2:1-Führung in der Serie. Damit müssen die Münchner am Dienstag vor heimischer Kulisse gewinnen, um die Chance auf die erneute Meisterschaft und ein Duell mit den Brose Baskets zu wahren. Bamberg hatten mit dem 90:70 (42:30) gegen Ulm ihr Halbfinale ohne Pleite für sich entschieden.

In einer intensiven Partie durften die Berliner spätestens mit dem Dreier von Clifford Hammonds in der Schlussminute feiern. Bester ALBA-Werfer war Reggie Redding mit 20 Punkten, bei Bayern glänzte Nihad Djedovic mit 17 Zählern. FCB-Coach Svetislav Pesic deutete Kritik an den Referees an: „Wenn das jetzt das letzte Spiel der Saison gewesen wäre, hätte ich noch das Bedürfnis, etwas zu den letzten Minuten zu sagen. Aber das will ich nicht.“

Anders als bei der 55:81-Auswärtsklatsche zum Start der Serie vor einer Woche präsentierten sich die Bayern fokussierter, die sich allerdings erneut Schwächen unter den Körben erlaubten. Mitte des Auftaktviertels nahm Coach Svetislav Pesic die erste Auszeit und stauchte sein Team wegen mangelnder Reboundarbeit zusammen. Insgesamt sicherten sich die Berliner allein vor der Halbzeitpause acht Abpraller nach eigenen Fehlwürfen – ein Schlüssel zum Sieg. „Was uns am meistern wehtut sind Albas Offensivrebounds“, so FCB-Kapitän Heiko Schaffartzik, der mit Wadenproblemen wie schon beim 85:73 in der zweiten Partie fehlte. Ob er am Dienstag wieder dabei sein kann, ließ der Point Guard offen.

Nach dem 21:21 vor Ende des ersten Abschnitts zogen die Berliner dank einer geschlossenen Teamleitung zunächst mit einem 15:3-Lauf davon, doch Bayern ließ sich nicht abschütteln. Die Ex-Berliner Djedovic und Bryce Taylor dominierten im dritten Viertel, elf Minuten vor Ende brachte Taylor die Münchner beim 72:71 wieder in Führung. Doch am Ende behielt ALBA wegen seiner Dreierstärke die Oberhand.

Über den Gegner im Finale wollte Bambergs Trainer Andrea Trinchieri nicht orakeln: „Ich habe im Leben gelernt, wenn du auswählst, machst du den größten Fehler. Ich werde ein gutes Glas Mojito trinken und mir das Spiel anschauen“, so der Coach der Franken.

tz

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