"Nicht mehr wettbewerbsfähig"

Serien-Meister Bamberg kapituliert vor Bayern!

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Benzing & Co. stehen vor dem Final-Einzug.

München - Sportlich stehen die Bayern-Basketballer am Samstag vor einer Weichenstellung. Währenddessen scheiont Serien-Meister Bamberg vor den Münchnern die Waffen zu strecken.

Mit einem Sieg im mit 6700 Zuschauern ausverkauften Audi Dome gegen Oldenburg können sie angesichts einer 2:0-Führung den Final-Einzug klarmachen (17.30 Uhr, Sport1 live). „Das schwerste ist es immer, so eine Serie zu Ende zu bringen“, merkt Coach Svetislav Pesic an. Auch Geschäftsführer Marko Pesic warnt: „Oldenburg ist nicht nur eine sehr erfahrene Mannschaft mit viel Qualität, sondern auch eine mit viel Stolz.“

Allerdings in dieser Saison auch ohne Chance in München. Heimspiel eins gegen die EWE Baskets gewannen die Bayern mit 85:67, in der regulären Saison wurden die Oldenburger (Vizemeister der Vorsaison und Meister 2009) sogar mit 95:62 vermöbelt. Coach Pesic sagt: „Die Öffentlichkeit und die Fans erwarten vielleicht, dass wir automatisch siegen, aber das kann ich nicht garantieren – das kann keiner.“ Auch Marko Pesic merkt an: „Es steht 2:0 und nicht 3:0.“ Immerhin. Denn im zweiten Halbfinale zwischen Alba Berlin und den Artland Dragons aus Quakenbrück steht es vor dem dritten Aufeinandertreffen am Sonntag ab 18.30 Uhr nur 1:1.

Für die Bayern geht es kurzfristig um den ersten Titel seit dem Neustart des Basketball-Projekts, mittelfristig um eine größere Weichenstellung: hin zur Dominanz in Deutschland. Bamberg (Etat: acht Millionen Euro) kapituliert schon vor den FCB-Baskets (Etat: zwölf Millionen Euro). „Wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig in Deutschland“, sagte Michael Stoschek, der Aufsichtsratsvorsitzende des Klubs und Firmenchef des Hauptsponsors Brose, bei Radio Bamberg. Nach vier Meisterschaften und drei Pokalsiegen gehen die Bamberger (Aus im Viertelfinale) heuer leer aus. Deshalb wurde Coach Chris Fleming gefeuert, Wolfgang Heyder als Geschäftsführer entfernt. Stoschek: „Wir sind am absoluten sportlichen Tiefpunkt angelangt.“

Dass sich Bamberg davon schnell erholt, glaubt der Macher nicht. Die Mannschaft sei eine „weitgehend unkoordinierte und demotivierte Truppe“, so Stoschek. „Wir werden nicht sofort wieder deutscher Meister.“ Zumal Guard Anton Gavel Bamberg verlässt – er soll schon bei den Bayern unterschrieben haben…

bb.

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