Wiederholungsspiel steigt

Bayern-Baskets scheitern mit Protest

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Die Bayern-Baskets mit Bryce Taylor müssen nochmal gegen Ludwigsburg ran.

München - Das vierte Playoff-Duell zwischen Bayern und Ludwigsburg wird an diesem Mittwochabend wiederholt. Die Basketball-Bundesliga wies einen Protest der Münchner ab.

Protest abgewiesen, Neu-Ansetzung bestätigt: Die Basketball-Bundesliga hat das vierte Playoff-Match des FC Bayern im Viertelfinale in Ludwigsburg endgültig annulliert und die verärgerten Münchner zum Wiederholungsspiel an den Neckar beordert. Das Schiedsgericht der BBL wies sowohl die Bayern-Berufung gegen die Neuansetzung als auch einen Eilantrag gegen den kurzfristig anberaumten Spieltermin zurück, wie Club und Liga am Mittwochvormittag verkündeten.

Damit mussten die Bayern, die eigentlich bereits den Einzug ins Halbfinale gefeiert hatten, am Abend (19.30 Uhr) bei den MHP Riesen doch noch einmal ran. „Für uns war, abgesehen von der Entscheidung zum Einspruch, vor allem unverständlich, dass das Wiederholungsspiel innerhalb der Berufungsfrist angesetzt wurde“, sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic.

"Regelverstoß der Schiedsrichter"

Die BBL ließ das Match, in dem die Bayern ursprünglich 82:75 gewonnen und damit den vermeintlich entscheidenden dritten Sieg in der Best-of-Five-Serie verbucht hatten, wegen einer Referee-Fehlentscheidung wiederholen. Sie beruft sich nach einem Protest der Ludwigsburger vom Montag auf Artikel 44 des internationalen Regelwerks, wonach ein „Regelverstoß der Schiedsrichter“ vorgelegen habe.

Die Unparteiischen hatten am vergangenen Sonntag kurz vor Schluss des Spiels den Hausherren beim Stand von 71:73 zwei Freiwürfe zu Unrecht annulliert. Nachdem Ludwigsburgs Michael Stockton den ersten von zwei Versuchen von der Linie verwandelt hatte, protestierten die Münchner, der Amerikaner sei gar nicht der gefoulte Spieler gewesen. Die Referees strichen den einen Punkt, ließen den zweiten Freiwurf nicht ausführen und sprachen den Bayern stattdessen den Ball zu.

Es handele sich dabei nicht um eine Tatsachenentscheidung, sondern einen Regelverstoß, betonte die Liga. Das sehen die Münchner anders und wollen „diesen Präzedenzfall noch einmal abschließend mit Rechtsexperten bewerten“, wie es hieß. Kurzfristig reiste der Meisterschaftsfavorit aber zur Partie nach Baden-Württemberg - ihnen drohte ein straffes Programm, mit einem möglichen fünften Spiel am Freitag und dem ersten Halbfinale am Sonntag.

Pesic: "Die Spieler waren schockiert"

Die Münchner zeigten sich erstaunt über die Art und Weise, wie die BBL sie über die Zurückweisung der Anträge informierte, nämlich „am Dienstagabend um 23.41 Uhr formlos per handschriftlich verfasstem Fax und ohne Begründung“, wie es in dem Statement hieß.

Die Liga verteidigte das Vorgehen am Mittwoch. Das primäre Ziel am Vorabend sei gewesen, allen Beteiligten schnellstmöglich die Entscheidung zukommen zu lassen. Eine ausführliche Begründung werde aber noch folgen. Auch um den Bayern entgegenzukommen, übernimmt die BBL die Reisekosten der Gäste und beteiligt sie außerdem zur Hälfte an den Gewinnen aus der Partie in der MHP Arena.

Die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic reiste bereits am Dienstag nach Ludwigsburg. „Die Spieler waren schockiert, dass ihnen ein verdienter Sieg genommen wurde“, sagte der Coach. „Aber nach der Entscheidung, das Spiel zu wiederholen, haben wir uns mit der Mannschaft besprochen und entschieden, uns in dieser schwierigen Situation bestmöglich auf diese Begegnung vorzubereiten.“

sid/dpa

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