Wer im BBL-Titelrennen vorn sein wird

Die großen B's im Teamcheck

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Sie wollen wieder feiern: Die FCB-Baskets

München - Nicht mehr lang, dann ist es so weit! Die neue BBL-Saison beginnt am Donnerstag, die Bayern starten am Freitag. Gemeinsam mit Kommentator Michael Körner macht die tz den Chancen-Check der großen Teams.

Nicht mehr lang, dann ist es so weit! Die neue BBL-Saison beginnt am Donnerstag. Das bedeutet nicht nur, dass die Basketball-Fans in Deutschland wieder auf ihre Kosten kommen, sondern vor allem, dass es richtig spannend wird: Meister Bamberg hat sich mit einem hochkarätigen Kader voll auf die Titelverteidigung eingestellt und schon im Vorfeld eine aggressivere Spielweise angekündigt. Die Bayern, die ihren Fans längst die Rück-Eroberung des Titels versprochen haben, greifen mit geballter Qualität neu an. ALBA Berlin wird es in diesem Jahr eher schwer haben, dafür lauern Teams wie Ulm und Frankfurt auf ihre Chancen. Die tz beleuchtet gemeinsam mit Kommentator Michael Körner (die Telekom zeigt alle Spiele auf telekombasketball.de live, in dieser Saison gibt es auf der Homepage zusätzliche Informationen rund um die deutschen Teams) die großen B’s der deutschen Basketballszene.

Bamberg: Am Ende ging der Plan des Bamberg-Trainers Andrea Trinchieri auf. Die Franken hatten in der Finalserie der vergangenen Spielzeit gegen den FC Bayern Basketball den längeren Atem. Grund genug, den Kern der Mannschaft beisammen zu halten. Ganz wichtig: MVP Bradley Wanamaker und Punktegarant Janis Strelnieks blieben. Die Riege der deutschen Nationalspieler, bestehend aus Daniel Theis, Karsten Tadda und Elias Harris wurde mit den Ex-Bayern Lucca Staiger, Yassin Idbihi und Patrick Heckmann (Boston, College) ergänzt. Der Abgang von Trevor Mbakwe dürfte Trinchieri geschmerzt haben. Dafür haben die Franken die freien Ausländerplätze durch die Nationalspieler Nikos Zisis (Griechenland) und Nico Melli (Italien) hochkarätig besetzt. Körner: „Spieler dieser Qualität sieht man ganz selten in der BBL – zwei großartige Verpflichtungen.“ Fazit: „Die Bamberger haben sich noch einmal deutlich verstärkt. Das Finale ist auf jeden Fall wieder drin“, so Körner. Sehr gut möglich, dass es zu einer Neuauflage mit den Bayern kommt.

Bayern: In München hat man in diesem Sommer noch einmal ordentlich an den Stellschrauben gedreht. Fünf Spieler gingen: Robin Benzing zog es nach Spanien, Staiger und Idbihi nach Bamberg, Heiko Schaffartzik wird zukünftig in Frankreich auf Körbejagd gehen und Vladimir Stimac sucht noch nach einem neuen Verein. Sie alle haben eines gemeinsam: Ihren Wechsel werden die Münchner in jedem Fall verkraften. Ganz besonders, weil bedacht und vor allem stark neuverpflichtet wurde: Mit Alex Renfroe wechselte der Top-Point Guard der BBL von der Hauptstadt an die Isar. Maximilian Kleber, Andreas Seiferth und vor allem Rückkehrer Deon Thompson werden für mehr Stärke auf den großen Positionen sorgen. Leistungsträger wie Bryce Taylor, Nihad Djedovic und Anton Gavel blieben den Münchnern erhalten. „Auch die Bayern haben einen sensationellen Kader zusammengestellt“, sagt Kommentator Körner. „In diesem Jahr ist der Abstand der Bayern und der Bamberger zu den restlichen Mannschaften der Liga so groß wie nie.“ Fazit: Wenn die Bayern dieses Mal von Verletzungssorgen verschont bleiben, ist Großes möglich.

Berlin: Und jährlich grüßt das Murmeltier... Die Berliner mussten auch in dieser Sommerpause wieder einen Leistungsträger in Richtung München ziehen lassen. Doch es kam noch schlimmer. Neben Renfroe verabschiedeten sich auch Top-Spieler wie Reggie Redding, Cliff Hammonds, Jamel McLean, Marko Banic und Leon Radosevic. Ein Riesen-Umbruch also. Trainer Sasa Obradovic setzte auf junge Neuzugänge. Die Zwei-Meter-Männer Elmedin Kikanovic (2,10 Meter, zuvor in Frankreich) und Mitchell Watt (2,08 Meter, zuvor in Israel) sollen beispielsweise für mehr Stärke unter den Körben sorgen. „Die Berliner werden es gerade zu Beginn sehr schwer haben. Nach diesem Total-Umbruch wird es einige Zeit dauern, bis die Mannschaft zueinandergefunden hat“, meint Körner. Fazit: Für das junge Berliner Team (Durchschnittsalter: 25,1 Jahre) kommt der Saisonbeginn zu früh. Ein Eingriff in das Duell um den Titel ist von den Hauptstädtern eher nicht zu erwarten. Körner: „Ich denke, da gibt es andere Mannschaften wie zum Beispiel Ulm, die bessere Chancen haben.“

Lena Meyer

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