Point Guard aus Braunschweig

Wird das Bayerns Neuer?

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Dennis Schröder

München - Braunschweigs Point Guard Dennis Schröder ist ins Visier der Verantwortlichen des FC Bayern gelangt. Der 1,81 Meter große Deutsche mit gambischen Wurzeln heimste gerade erst zwei persönliche Titel ein.

Okay, bis zur kommenden Saison ist es noch ein wenig hin. Trotzdem, die Verantwortlichen und die Scouting-Abteilung des FC Bayern Basketball sind immer aufmerksam, wenn es um junge (besonders deutsche!) Talente geht. Und da rückt einer immer mehr ins Visier der Münchner: Braunschweigs Point Guard Dennis Schröder. Der 19-jährige Nachwuchsstar gilt als eines der vielversprechendsten BBL-Talente auf der Spielmacherposition. Der 1,81 Meter große Deutsche mit gambischen Wurzeln heimste gerade erst den Titel als „Most Improved Player“ und „Bester Nachwuchsspieler unter 24“ ein. Im Schnitt sorgte er in dieser Saison für zwölf Punkte und 3,2 Assists pro Spiel.

Die Bayern-Verantwortlichen haben seit Längerem ein Auge auf den gebürtigen Braunschweiger geworfen. Schon bei der bitteren 73:78-Heimniederlage im November 2012 – damals noch unter Yannis Christopoulos – machte Schröder auf sich aufmerksam, indem er die roten Reihen durch starke Aktionen ziemlich alt aussehen ließ… Wie die tz erfuhr, war das Interesse der Münchner schon da riesengroß. Besonders, weil der Nachwuchsstar auch noch einen deutschen Pass besitzt. „Wir legen sehr viel Wert auf die Förderung deutscher Talente und Spieler“, betont FCB-Geschäftsführer Marko Pesic immer wieder. Und auch Coach Svetislav Pesic kümmert sich intensiv um die Weiterentwicklung der jungen Deutschen. „Man muss den Spielern Verantwortung geben, auch mal etwas riskieren. Und sie immer wieder ermutigen“ – das ist die Erfolgsdevise des 63-Jährigen.

Was Dennis Schröder angeht, könnte man also nur gewinnen: Die Bayern brauchen langfristig Entlastung auf der Position des Spielführers. Hier ist es sinnvoll, gerade ein weiteres deutsches Talent aufzubauen, da die neue Ausländerregel die Anzahl der internationalen Spieler auf sechs begrenzt.

Schröder selbst hat eine Einladung erhalten zum „Nike Hoop Summit“, einem prestigeträchtigen Wettkampf zwischen einer Auswahl der besten Juniorenspieler der USA und einer Auswahl aus dem Rest der Welt (20. April). Hier könnten auch NBA-Klubs auf den Youngster aufmerksam werden.

Sollte dies nicht der Fall sein, hat Schröder nach tz-Informationen eine Präferenz. Insider meinen: „Wenn er es nicht in die NBA schafft, wird er beim FC Bayern spielen.“ Es bleibt also spannend.

Lena Meyer

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