tz-Interview mit dem Forward des FC Bayern

Jagla: Sonderschicht beim Allstar Game

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Jan Jagla ist nicht der einzige Bayern-Spieler beim Allstar Game.

München - Pflichtspielpause bei den Basketballern – trotzdem geht’s zur Sache! In Nürnberg steigt das Allstar Game. Mit dabei ist auch Bayerns Jan Jagla. Im tz-Interview verrät der Forward, worauf er sich besonders freut.

Beim Allstar Game in Nürnberg (19.45 Uhr, Sport1) treffen die Profis aufeinander, die von den Fans und den beiden Allstar-Coaches (Ulms Thorsten Leibenath und Bambergs Chris Fleming) nominiert wurden. Die Bayern werden durch Jan-Hendrik Jagla (31) und Chevon Troutman vertreten. Robin Benzing musste wegen Knieproblemen kurzfristig absagen. Im tz-Interview spricht Jan Jagla.

Sie sind zum ersten Mal dabei, Herr Jagla…

Jagla: …und das ist wirklich eine große Ehre für mich. Schließlich ist dies erst meine zweite, richtige Bundesligasaison.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Jagla: Auf die Jungs aus der Nationalmannschaft, schließlich kennen wir uns sehr gut. Ich denke, das Ganze wird in erster Linie eine Spaßsache sein – oberste Priorität hat, die Fans mit spektakulären Aktionen zu begeistern, und nicht, unbedingt die beste Defense zu spielen.

Verpassen Sie dadurch etwa ein FCB-Training?

Jagla: Nein, die anderen haben am Samstag frei. Ich stehe also ein zusätzliches Mal auf dem Parkett (lacht).

Das sind die Roten Riesen: Der Kader vom FC Bayern München

Mit dem Aufstieg in die Bundesliga hatte der FC Bayern Basketball sein erstes Etappenziel erreicht. Die Premierensaison verlief einigermaßen zufriedenstellend, in der ersten Runde der Playoffs war allerdings Schluss. In der Saison 2012/13 schafften es die Roten Riesen in den Playoffs dann schon bis ins Halbfinale. Springt heuer NOCH mehr heraus? © dpa
Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r.) unterstützt das ehrgeizige Projekt nach Kräften. © dpa
Nachdem Dirk Bauermann (r.) zu Beginn der Saison 2012/13 entlassen wurde, übernahm zunächst der bisherige Co-Trainer Yannis Christopoulos (l.) die Verantwortung. © sampics
Ende November 2012 übernahm dann Ex-Bundestrainer Svetislav Pesic. © dpa
Steffen Hamann (r.) ist Point Guard und einer der erfahrensten Profis im Kader. Sein Motto lautet: Don't be a part of the problem - be a part of the solution. © sampics
Der 2,08 Meter große Small Forward Robin Benzing ist deutscher Nationalspieler und einer der größten Hoffnungsträger des Klubs. © sampics
Der passionierte Kaugummikauer Chevon Troutman ist das Kraftpaket des Teams. Als Center räumt der US-Amerikaner unter dem Korb ab. © dpa
Der gebürtige Texaner Demond Greene spielt seit 2010 für die Roten Riesen. Mit 1,85 Meter ist der Shooting Guard einer der kleinsten im Team, macht das aber mit seiner Athletik und teilweise spektakulären Spielweise wett. © sampics
Mauricio Marin kommt von ALBA Berlin - mit ihm haben die Bayern Baskets einen der vielversprechendsten deutschen Nachwuchsspieler unter Vertrag genommen. Derr 1,92 Meter große Shooting Guard wurde 2011 zum besten Nachwuchsspieler der NBBL gewählt. © imago
John Bryant hat im Sommer 2013 einen Zweijahresvertrag bei den Bayern unterschrieben. Der 2,11-Meter-Riese aus den USA spielt auf der Position des Centers. © Christina Pahnke / sampics
Malcom Delaney eignet sich mit seinen 1,91 Metern bestens als Combo Guard. Im Sommer 2013 wechselte der Amerikaner von Budiwelnyk Kiew zu den Bayern nach München. © AFP
Nihad Djedovic spielte schon beim FC Barcelona und Alba Berlin, zur Saison 2013/14 wechselte der Bosnier an die Isar. © dpa
Yassin Idbihi spielt auf der Position des Centers. Der 2,08-Meter-Hüne aus Köln wechselte im Juli 2013 von ALBA Berlin zum FC Bayern. © sampics
Power Forward Boris Savovic kam eine Woche vor Saisonstart 2013/14 noch an die Isar. "Er war kurzfristig auf dem Markt, deshalb haben wir sofort reagiert", sagt Geschäftsführer Marko Pesic. © Christina Pahnke / sampics
Heiko Schaffartzik hat die Position des Point Guard. Im Jahr 2013 wechselte er aus der Hauptstadt an die Isar. Der 1,83 Meter große Berliner hat ein aufregendes Leben hinter sich: Als Jugendlicher erkrankte er an Leukämie, konnte die Krankheit aber besiegen. Später wurde der junge Spieler des Marihuanakonsums überführt und für einige Spiele gesperrt. © dpa
Lucca Staiger wechselte zur Saison 2013/14 zum FC Bayern und spielt dort die Position des Shooting Guards. © AFP
Auch Bryce Taylor hat bei den Roten Riesen die Position des Shooting Guards inne. Der US-Spieler wechselte ebenfalls zur Saison 2013/14 zu den Münchnern. Davor stand er bei den Artland Dragons und Alba Berlin unter Vertrag. © Christina Pahnke / sampics
Alassane Dioubate ist eines der hoffnungsvollen Nachwuchstalente im Bayern-Kader. Der Kölner kam 2010 als 16-Jähriger nach München, er spielt auf der Forward-Position. © fcb-basketball.de

Sie hatten Anfang der Woche erstmals drei Tage in Folge frei.

Jagla: Ja, das stimmt. Es tat wirklich gut, einmal nicht an den Sport zu denken, und den Kopf ein wenig frei zu kriegen. Auch die Beine fühlen sich wieder besser an…

Als Nächstes geht es am 27. Februar gegen Ulm. Kann man nach sieben Siegen in Folge lockerer in die Partie starten?

Jagla: Natürlich ist das Selbstvertrauen nach einer Siegesserie größer. Ich denke, dass wir schon ein Signal an die anderen Teams setzen konnten: Passt auf, da kommt der FC Bayern mit neuer Stärke! Trotzdem gilt es, nicht übermütig zu werden. Ulm wird sehr hart. Wir haben ja vor zwei Wochen nur knapp daheim gegen die Ulmer gewonnen – auswärts müssen wir noch eine Schippe drauflegen.

Interview: Lena Meyer

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