FCB-Baskets treffen am Mittwoch auf Jerusalem

Pesic: "95 Prozent reichen nicht"

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FCB-Geschäftsführer Marko Pesic

Jerusalem - Die Herausforderung, die am Mittwoch auf die FCB-Basketballer wartet, ist groß: Um 18.30 Uhr treffen sie auswärts auf Hapoel Jerusalem. Im Interview spricht FCB-Geschäftsführer Marko Pesic über das anstehende Duell.

Die Herausforderung, die am Mittwoch auf die FCB-Basketballer wartet, ist groß: Um 18.30 Uhr (live bei Telekom Sport) treffen sie im dritten EuroCup-Spiel auswärts auf Hapoel Jerusalem. Auch, oder gerade weil der israelische Meister seine ersten zwei Spiele verloren hat, wird es schwer für Sasa Djordjevic und sein Team, die international bisher eine weiße Weste haben. FCB-Geschäftsführer Marko Pesic, zu seiner Zeit als Profi ebenfalls schon in Jerusalem auf dem Parkett, warnt die Mannschaft vor der hitzigen Atmosphäre und der individuellen Qualität des Gegners. Das tz-Interview.

Herr Pesic, momentan sind die Leistungen noch schwankend. Nach einem starken Auftritt im EuroCup folgte wieder ein Wackler in der BBL. Haben Sie eine Erklärung hierfür?

Pesic: Zunächst mal muss man sagen: Es gibt keinen Ersatz für einen Sieg. Heißt: Wir sind alle froh, dass wir gegen Bremerhaven gewinnen konnten, wenn auch in letzter Sekunde. Gerade die Auswärtsspiele stellen in der BBL eine große Herausforderung dar. Das war schon immer so, und nun, da alle vom besten Bayern-Kader aller Zeiten sprechen, hat sich das Ganze noch mal verschärft. Trotzdem muss man sagen, dass mir bei unseren Leistungen in der BBL ein wenig die Konstanz gefehlt hat. Wir haben das Spiel zu häufig erst am Ende entscheiden können. Das ist ein Trend, der nicht gut ist, und ich werde nicht müde zu betonen, dass die Meisterschaft unser übergeordnetes Ziel ist und 95 Prozent nicht reichen.

Beim Spiel in Istanbul hatte das Team keine Probleme. Was lief dort besser?

Pesic: Man kann die beiden Wettbewerbe schwer miteinander vergleichen. Der Basketball ist einfach ein anderer. Sicher kommt auch hinzu, dass uns die europäischen Teams bisher noch anders begegnen als die BBL-Teams.

Dank des Traumstarts sprechen mittlerweile einige von Ihren Chancen auf den Titel.

Pesic: Das kann schon sein, aber uns kümmert das nicht. Wir konzentrieren uns erst auf die Gruppenphase und ich bin sicher, dass schon die Rückrunde deutlich härter wird. Alle Teams werden sich weiter steigern und sehr viel stärker werden. Nun konzentrieren wir uns voll und ganz auf das Duell mit Hapoel Jerusalem.

Die Israelis haben ihre ersten beiden Spiele verloren. Wie stark schätzen Sie die Mannschaft derzeit ein?

Pesic: Sagen wir es so: Ich denke, dass wir unsere bisher beste Saisonleistung abrufen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Jerusalem ist eine starke Mannschaft, die nach den Auftaktniederlagen noch mehr für einen Sieg kämpfen wird. Hinzu kommt die Kulisse. Ich habe während meiner Zeit bei Lottomatica Rom (heute Virtus Roma, die Red.) sowohl in der Gruppenphase des damaligen ULEB-Cups als auch im Viertelfinale in Jerusalem gespielt. Letztendlich schieden wir dort aus. Die Atmosphäre bei Hapoel ist unglaublich, die Fans geben über 40 Minuten alles für ihr Team. Das Siegen ist für das Gästeteam sehr, sehr schwer.

Worauf wird es ankommen?

Pesic: Das Wichtigste wird sein, dass die Mannschaft als Team auftritt und sich nicht von den Rahmenbedingungen beeindrucken lässt. Zudem muss hoch konzentriert verteidigt werden, weil Jerusalem über individuell sehr starke Spieler verfügt.

Interview: Lena Meyer

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