Heimspiel in Euroleague

FCB-Riesen sind bereit für Coup gegen Real Madrid

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Hat eine schwierige Aufgabe vor der Brust: FCB-Basketball-Trainer Svetislav Pesic will Real Madrid ärgern.

München - Mit Real Madrid wartet die ultimative Herausforderung auf die Basketballer des FC Bayern. Doch der Euroleague-Titelverteidiger steckt in einer handfesten Krise.

Die Krise von Titelverteidiger Real Madrid kommt Bayerns Trainer Svetislav Pesic im Kampf um das Weiterkommen in der Basketball-Königsklasse gar nicht recht. "Das ist eine sehr große Mannschaft. Sie werden irgendwann zu alter Form zurückfinden", fürchtete der Coach vor dem womöglich vorentscheidenden Match am Freitag (20.00 Uhr) - zugleich seinem 100. in der Euroleague. "Ich weiß nicht genau wann, aber am besten wäre es nicht gegen uns."

Der FC Bayern kann mit einem Sieg Meister Brose Baskets Bamberg in die Runde der besten 16 Teams folgen und Vorjahres-Champion Real sensationell aus dem wichtigsten Clubwettbewerb Europas werfen.

Beim Hinspiel Anfang November boten die Bayern dem großen Favoriten bereits ordentlich Paroli, verloren ein hartumkämpftes Spiel aber in den Schlusssekunden denkbar knapp mit 99:101. Dass es wegen des Heimvorteils nun leichter wird, glaubt Pesic nicht, im Gegenteil: "Für uns ist es einfacher, in Madrid zu spielen als zuhause." Auswärts zeigten die Gegner des deutschen Vizemeisters zuletzt stets mehr Einsatz als in den eigenen Hallen, erklärte der Trainer.

Nur Fenerbahce in Bayern-Gruppe schon qualifiziert

Die Unterstützung des heimischen Publikums dürfte den Bayern aber immerhin sicher sein, der Audi Dome ist für die Partie ausverkauft.

Nach acht von zehn Spieltagen ist die Lage in der Vorrundengruppe A völlig offen. Nur Fenerbahce ist mit sechs Siegen bereits für die Zwischenrunde qualifiziert, danach folgen Roter Stern Belgrad, Chimki Moskau und Bayern mit je vier Erfolgen. Auch der amtierende Champion Real und Straßburg IG mit jeweils drei Siegen sind noch im Rennen.

"Keiner will, dass einen Real jagt", sagte Aufbauspieler Anton Gavel. Verlieren die Münchner, müssten sie in der nächsten Woche in Belgrad gewinnen. "Sich auf das letzte Spiel zu verlassen, wäre Schwachsinn. Wir wissen, was in Belgrad auf uns zukommt", warnte Gavel.

Pesic überrascht von Ausgangssituation

Trotz der bisher so schwachen Runde hat es Real an den letzten beiden Spieltagen in eigener Hand. Garantiert ist das Weiterkommen aber nur mit zwei Siegen in München und zum Abschluss gegen Straßburg. "Wer hätte gedacht, dass das vorletzte Spiel das entscheidende für den Euroleague-Meister sein wird?", meinte Pesic überrascht. Auch die Spieler wissen, was sie am Freitag im Duell mit einem angestachelten Gegner erwartet. "Real will sich nicht blamieren", sagte Gavel.

Münchens Rechnung für das Euroleague-Überwintern ist einfach: "Wir haben zwei Spiele und müssen eines gewinnen - am besten gleich das gegen Madrid", forderte der serbische Trainer, für den sonst ein auch in persönlicher Hinsicht brisantes Endspiel in Belgrad wartet. Roter Stern ist nämlich Pesics "Lieblingsclub", wie er selbst erklärte.

Positive Erinnerungen an Real Madrid haben sie bei Bayern allemal. Im März 2014 schlugen die Münchner das spanische Starensemble knapp mit 85:83, es war das einzige Duell der beiden Mannschaften auf deutschem Boden. Nun soll der Erfolg wiederholt werden. "Man spielt Basketball, um die Großen zu schlagen", erklärte K.C. Rivers. Der Flügelspieler des FC Bayern kam im Sommer just aus Madrid, wo er nicht weniger als Triple aus Meisterschaft, Pokal und Euroleague gewonnen hatte.

dpa

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