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FCB-Baskets: Große Sorge um Vladimir Lucic

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Von: Lena Meyer

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Basketball BBL FC Bayern - BG Goettingen
Vladimir Lucic verletzte sich an der Schulter © Christina Pahnke / sampics

München - Die FCB-Baskets plagen derzeit große Sorgen. Die Münchner mussten nicht nur den Ausgleich der Serie gegen Frankfurt hinnehmen, sondern bangen zudem um Vladimir Lucic.

Eigentlich hatten die Bayern-Basketballer von Anfang an hundert Prozent geben wollen. Eigentlich hatte die Führung in der Viertelfinalserie auf 2:0 ausgebaut werden sollen. Eigentlich. Aus all diesen Vorhaben wurde am Mittwochabend in Frankfurt nichts. Das Team von Dejan Radonjic verlor stattdessen das zweite Spiel der Best-of-five-Serie gegen die Hessen auswärts mit 69:75 (35:42). Damit steht es 1:1 und die Bayern sind am Samstag (20.30 Uhr) in Spiel Nummer drei im Audi Dome mehr denn je gefragt.

Vor allem, weil es nun noch mehr Probleme als die häufigen Schwächephasen zu Beginn der Partien gibt. Seit Mittwoch bangen die Roten auch um Leistungsträger Vladimir Lucic. Der 28-Jährige, den bereits in den vergangenen Wochen Schulterschmerzen plagten, verletzte sich bei einem Block an der Schulter. Er konnte nicht mehr spielen, verließ mit schmerzverzogenem Gesicht das Parkett und wurde gestern am Nachmittag genauer untersucht. Eine offizielle Diagnose wollen die Bayern erst heute bekanntgeben. Fest steht jedenfalls: Ein längeres Fehlen des serbischen Nationalspielers würde die Münchner erheblich schwächen und die Titelchancen deutlich verringern...

Denn derzeit sind die Bayern auf jede Hilfe angewiesen. Auch am Mittwoch gelang es nicht, besser in die Partie zu starten. Vielmehr zeigten sich die Roten erneut von der Explosivität der Frankfurter überrascht. Wie schon in der ersten Partie gelang es den Hessen immer wieder, sich einen kleinen Vorsprung zu erspielen. Die Bayern blieben zwar dran, leisteten sich aber in den entscheidenden Momenten Fehler, sodass sie das Spiel nicht mehr drehen konnten. Danilo Barthel sprach im Anschluss Klartext: „Wir haben nicht genug gearbeitet. Frankfurt wollte den Sieg mehr, das ist natürlich bitter.“

Während die Hessen unter den Körben ackerten und sich dabei wenige Fehler leisteten, wirkten die Münchner immer wieder etwas planlos und nicht richtig auf das Tempo und die Spritzigkeit der Frankfurter vorbereitet. Radonjic: „Die Frankfurter haben auf die richtige Art gespielt, hart und mit hoher Intensität, außerdem haben sie ihre offenen Dreier getroffen. Wir waren defensiv nicht gut.“ Doch auch die Münchner Offensive hielten die Hessen unter Kontrolle und ließen nur 69 Punkte zu. Frankfurt-Coach Gordon Herbert lobte sein Team: „Mir hat unser Kampf, die Intensität und unser Willen gefallen.“

Genau diesen Willen müssen die Münchner nun unbedingt am Samstag zeigen. Die Ziele bleiben wie schon vor den vergangenen Spielen dieselben: Von Beginn an konzentriert auftreten und - ganz wichtig - den eigenen Game-Plan umsetzen, um nicht nur mittels Einzel-Aktionen reagieren zu müssen. Gelingt dies nicht, stehen die Münchner am kommenden Dienstag in Spiel vier mit dem Rücken zur Wand.

Lena Meyer

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