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Spitzenspiel gegen ALBA

Bayern Baskets reisen zum Härtetest nach Berlin

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Heiko Schaffartzik (r.) wird wohl auch am Sonntag wieder einige Pfiffe ernten.

Berlin - Es ist wieder soweit: In ALBA Berlin und Bayern München treffen die beiden Platzhirsche der Basketball-Bundesliga aufeinander. Die Bayern reisen mit viel Frust nach Berlin.

Svetislav Pesic war richtig bedient. Nach der dritten Niederlage im vierten Spiel der Euroleague ging der serbische Coach mit den Basketballern von Bayern München hart ins Gericht. „Wir waren nicht auf unserem Level“, klagte Pesic nach dem unerwarteten 78:89 am Donnerstagabend beim polnischen Meister Meister PGE Turow Zgorzelec.

„Frisch“, „motiviert“, „intensiv“ und „physisch“ - Pesic war voll des Lobes. Doch leider waren die Worte an den Gegner gerichtet und nicht an sein eigenes Team. Und so kehrt der 65-Jährige mit viel Frust und einer Menge Arbeit in seine Wahlheimat Berlin zurück, wo an diesem Sonntag (17.00 Uhr/telekombasketball.de) das Liga-Spitzenspiel bei ALBA Berlin ansteht. „Das wird nicht einfach, denn Alba spielt im Moment sehr guten Basketball“, sagte Pesic, der mit seiner Auswahl direkt von Polen aus an die Spree reiste.

Die Berliner waren am Freitagabend in der Euroleague noch gegen Limoges gefordert, doch die kürzere Regenerationszeit werden sie in der Hauptstadt mit viel Selbstvertrauen wettmachen. Schließlich führt das Team von Trainer Sasa Obradovic die Bundesliga mit sechs Siegen aus sechs Partien an und hat zudem den ersten Vergleich mit dem Rivalen aus dem Süden gewonnen. Im Champions Cup setzte sich ALBA mit 76:68 durch.

Bayern Baskets könnten Tabellenspitze übernehmen

Pesic verfolgte die zweite Halbzeit des Duells Ende September bereits im Teambus, weil er sich zu sehr mit den Schiedsrichtern angelegt hatte. Auch am Sonntag wird es in der o2 World hoch hergehen, ist die Brisanz zwischen beiden Teams doch spätestens seit der vergangenen Saison riesengroß.

Erst begaben sich die Bayern zum Ärger der ALBA-Bosse in Berlin auf Shopping-Tour, dann beleidigten die Berliner Fans den nach München abgewanderten Heiko Schaffartzik. Auch der langjährige Bayern-Präsident Uli Hoeneß rieb sich am langjährigen Branchenprimus unter den Körben. Und in der Finalserie ging es hoch her, weil Svetislav Pesic, früher selbst Coach in Berlin, ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi Einfluss bei den Ansetzungen der Schiedsrichter unterstellte.

Sein Ruf habe dadurch in Berlin, wo er 1995 mit ALBA den Korac-Cup gewann, stark gelitten, sagte Baldi jüngst in einem Interview der „Berliner Morgenpost“. „Durch Anfeindungen, die man nur schwer nachvollziehen kann.“

Es herrscht also jede Menge Brisanz im Duell zwischen der besten Defensive (ALBA) und der besten Offensive (Bayern) der Liga. Bei einer Niederlage würden die Bayern in der Tabelle bereits vier Punkte hinter ALBA zurückfallen. Mit einem Sieg würden sie dagegen die Tabellenspitze übernehmen - und auch Pesic die Laune damit deutlich verbessern.

dpa

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