FCB-Baskets verlieren das Viertelfinale

Aus der Pokal-Traum! ALBA Berlin besiegt die Bayern

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Enttäuscht: Maodo Lo & Co.

Ist das bitter! Die FCB-Baskets verloren das Pokalviertelfinale gegen ALBA Berlin. Damit ist der Traum von der Verteidigung des Doubles geplatzt.

München - Ausgerechnet ALBA Berlin. Ausgerechnet einen Tag vor Weihnachten. Für die FCB-Basketballer ist der Pokalwettbewerb seit Sonntagabend beendet. Die Münchner verloren das Viertelfinale gegen die Hauptstädter in eigener Halle mit 70:78 (40:41). Am Ende war es besonders ein 18-Jähriger, der dem Team von Dejan Radonjic einen Strich durch die Rechnung machte. ALBAs Youngster Jonas Mattisseck sorgte für 15 Punkte, (fünf Dreier)…

Damit ist schon jetzt klar, dass die Münchner in dieser Saison ihren Double-Erfolg nicht wiederholen können. Es ist zudem die erste nationale Niederlage in dieser Spielzeit. FCB-Guard Maodo Lo: „Natürlich ist das enttäuschend. Wir hätten gewinnen können.“

Die Partie war von Beginn an erstklassig. Beide Mannschaften spielten temporeich auf und kämpften um jeden Zentimeter auf dem Parkett. Die Berliner nutzten einige Ungenauigkeiten der Münchner und gingen in Führung (14:9). Allerdings ließen sich die Hausherren nicht einschüchtern. Kurz vor Ende des ersten Viertels dominierten wieder die Münchner die Partie. Mit einer kleinen Führung von 24:21 ging es in den zweiten Abschnitt.

Doch auch Berlin ließ sich nicht abschütteln. Die Partie blieb temporeich. Vor allem Petteri Koponen zündete den Offensiv-Turbo und sorgte für wichtige Dreier. Dennoch zeigten seine Kollegen Nerven. Immer wieder gab es kleinere Unstimmigkeiten auf Seiten der Bayern. Lo: „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht und waren defensiv nicht konsequent genug.“ Berlin blieb dran. Ende der ersten Halbzeit trennte beide Mannschaften lediglich ein Punkt (40:41 aus FCB-Sicht).

Auch nach der Pause konnte sich keine der beiden Mannschaften nennenswert absetzen. Es ging weiter hin und her. Allerdings hatten die Berliner in Sachen Rebounds die Nase etwas weiter vorn. Die Bayern wirkten immer kraftloser. Die hohe Spielbelastung der vergangenen Wochen forderte ihren Tribut. Zu Beginn des Schlussviertels führten die Berliner mit sechs Punkten (61:55).

Doch dann waren die Bayern zurück im Spiel. FCB-Topscorer Derrick Williams (15) übernahm die Führung und sorgte für wichtige Punkte. Fünf Minuten vor Schluss stand es 65:66 aus Sicht der Roten. Es zeichnete sich ein echtes Herzschlagfinale ab. Berlin blieb kaltschnäuzig. Vor allem ALBAs Youngster Mattisseck zimmerte wichtige Dreier in den Korb. „Das war ein tolles Gefühl“, freute sich der 18-Jährige. Eine Minute vor Schluss lagen die Gäste mit vier Punkten in Führung (74:70). Die Sache war gelaufen. „Wir wissen, dass wir auf einem Level mit den Bayern spielen können. Es ist aber auch wichtig, dass wir jetzt wissen, dass wir sie auch schlagen können“, erklärte Mattisseck. Die Bayern müssen sich hingegen schnellstmöglich von ihrem Pokal-Schock erholen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag steht das Ligaspiel gegen Würzburg an. 

lm

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