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Alba zeigt Bayern die Grenzen auf

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Jonathan Wallace (li.) und die Bayern Baskets spielten ein katastrophales Schlussviertel. © dpa

Köln - Dirk Bauermann war mal wieder bitter enttäuscht. „So können wir uns nicht präsentieren“, kommentierte der Trainer von Bayern München den schweren Rückfall bei Alba Berlin.

Sechs Wochen nach der bis dahin letzten Niederlage in der Basketball-Bundesliga wurden dem Aufsteiger in der Hauptstadt beim 52:73 (32:33) gnadenlos die Grenzen aufgezeigt, vor allem wegen eines scheinbar längst gelösten Problems. Die Bayern warfen einmal mehr ein Spiel im Schlussviertel weg.

14.500 Zuschauer in der ausverkauften Berliner Arena erlebten lange Zeit ein hochklassiges Duell mit einem ebenbürtigen Gegner, auch Bayern-Sportdirektor Marko Pesic war in der Halbzeit zufrieden. „Ein Spiel auf Augenhöhe“ sah der 35-Jährige bei seiner Rückkehr in die alte Heimat. Doch nach dem Seitenwechsel litt beim ehemaligen deutschen Nationalspieler die gute Laune zusehends.

Mehr als sechs Minuten gelang den Münchnern zwischenzeitlich kein einziger Korb, die unerklärliche Schwächephase kostete einen möglichen Sieg. „Nach dem 16:0-Lauf war der Drops gelutscht, Alba hat sich in einen Rausch gespielt. Es war wohl unser schlechtestes Schlussviertel seit langer Zeit“, sagte Bauermann. Wie in weiten Teilen der bisherigen Saison ging den Bayern die Luft aus, als es auswärts um die Entscheidung ging. Der Tabellensechste verfiel in alte Verhaltensmuster.

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Bei Alba, möglicher Bayern-Gegner zum Play-off-Auftakt, war die Welt nach dem elften Sieg in Serie in Ordnung. Ganz zufrieden ist man beim Hauptstadtklub aber nicht. „Wir sind immer noch nur Dritter. Unser Ziel ist es weiter, Zweiter zu werden“, sagte Yassin Idbihi. Der Nationalspieler erzielte 15 seiner 17 Punkte im Schlussviertel und hatte als bester Werfer großen Anteil am klaren Sieg.

Berlin zeigte in allen Belangen eine glänzende Vorstellung und leistete sich nur drei Ballverluste - ein Topwert. Entsprechend zufrieden war der Trainer. „Von der Aggressivität und dem Kampfeswillen war es das beste Spiel in diesem Jahr“, lobte Gordon Herbert. Idbihi hat trotz des klaren Sieges keine Lust auf ein schnelles Wiedersehen mit den Münchnern. „Ich würde den Bayern in den Play-offs lieber aus dem Weg gehen. Sie sind ein Meisterschaftskandidat“, sagte der Center.

Alba erhöhte mit 46:12 Punkten den Druck auf ratiopharm Ulm (46: 10), der Tabellenzweite trat erst am Sonntag bei den Frankfurt Skyliners an. Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg (50:6) traf in seinem ersten Spiel nach dem Pokalsieg auf Phoenix Hagen.

Im Kampf um die Play-off-Plätze feierten die Phantoms Braunschweig, s.Oliver Baskets Würzburg und EWE Baskets Oldenburg wichtige Siege. Würzburg (5.) zog mit einem 71:69 (61:61, 31:33) nach Verlängerung gegen die Eisbären Bremerhaven an den Bayern (6.) vorbei, Braunschweig ist nach einem 87:74 (46:31) gegen den Vorletzten EnBW Ludwigsburg Siebter. Oldenburg (9.) wahrte seine Chancen durch ein 84:67 (42:28) bei den Giessen 46ers.

SID

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