„Wenn alles normal läuft, haben wir gute Chancen“

Bayern-Basketballer denken nur an den Titel

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Cheftrainer Svetislav Pesic, Nachwuchsleiter Volker Stix, Vizepräsident Rudolf Schels und Manager Marko Pesic.

München - Für die Basketballer des FC Bayern geht es auch in der 50. Bundesliga-Saison nur um die Meisterschaft. Titelverteidiger Bamberg ist wieder der größte Konkurrent, Berlin eine Unbekannte.

„Ich bin nicht zufrieden mit unserem Kader“, sagt Svetislav Pesic, „ich bin sehr, sehr zufrieden.“ Die Laune des Trainers von Bayern München ist kurz vor Beginn der 50. Saison in der Basketball-Bundesliga ausgezeichnet, seine Wünsche wurden im Sommer erfüllt. Der entthronte Meister ist bestens aufgestellt und will unbedingt den an die Brose Baskets Bamberg verlorenen Titel zurück.

Gemeinsam mit Sohn Marko, Geschäftsführer und Sportdirektor, hat Pesic die Mannschaft einer Frischzellenkur unterzogen. In Maximilian Kleber (23) wurde eines der größten deutschen Nachwuchstalente geholt, dazu die Amerikaner Alex Renfroe, K.C. Rivers und Deon Thompson, der nach einem Jahr zurückkehrt. „Wenn alles normal läuft, haben wir gute Chancen, wieder deutscher Meister zu werden“, meint der Coach. Allerdings haben sich auch die Bamberger nach ihrem knappen Finalsieg über die Bayern (3:2) nicht ausgeruht.

Vor der Jubiläumssaison sieht es deshalb nach einem Zweikampf um den Titel aus. München hat genauso wie Bamberg sein Grundgerüst behalten und sich auf dem Papier nochmals verstärkt, bei Alba Berlin gab es wieder einen großen Umbruch. In Renfroe, Cliff Hammonds, Jamel McLean, Leon Radosevic und Reggie Redding gingen gleich fünf Leistungsträger. Auch wenn die Berliner zuletzt derartige Verluste meist gut auffangen konnten, sind diesmal Zweifel angebracht.

„Wir werden Geduld brauchen. Die Vorbereitung war so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Durch die Europameisterschaft waren viele unterwegs“, sagt Geschäftsführer Marco Baldi: „Der Start wird holprig.“ Am Donnerstag (20.00 Uhr/telekombasketball.de) eröffnen die Berliner mit einem Heimspiel gegen ratiopharm Ulm die Saison.

Erst am Freitag (20.15 Uhr/Sport1) greifen die Bayern ein. Pokalsieger EWE Baskets Oldenburg kommt, ein guter Gradmesser. „Unser Ziel ist es zu gewinnen“, sagt Svetislav Pesic kaum überraschend. Grundsätzlich will der 66-Jährige aber nicht zu weit in die Zukunft blicken und „von Spiel zu Spiel“ denken.

Entscheidend wird sein, wie die Neuen integriert werden. Renfroe und Rivers sind spät in München eingetroffen, das gilt auch für die deutschen Nationalspieler Paul Zipser und Anton Gavel, die nach dem Vorrundenaus bei der EuroBasket eine Pause bekamen. Vom Personal ist nicht nur Pesic überzeugt. „Wir haben uns als Team insgesamt sehr gut verstärkt, können jetzt noch mehr Energie und Athletik anbieten als letztes Jahr“ glaubt Bryce Tylor, gleichberechtigter Kapitän neben Nihad Djedovic.

Bamberg kann einiges dagegensetzen, das wurde am Wochenende deutlich. Im Champions Cup zwischen Meister und Pokalsieger nahm das Team von Trainer Andrea Trinchieri Oldenburg regelrecht auseinander (87:66). Überraschend gut eingespielt und homogen traten die Brose Baskets auf. Die Neuzugänge Nicolo Melli und Nikos Zisis, Spieler von europäischem Top-Format und einst Meister in seiner Heimat Griechenland sowie in Italien und Russland, waren sofort voll da. „Wir können ein gefährliches Team sein“, sagt Zisis (32).

Die Konkurrenz aus München ist gewarnt. Beim FCBB standen vor dem Beginn der Titelmission noch einmal Abwechslung und Teambuilding auf dem Programm. Am Dienstag saß die Mannschaft beim Champions-League-Spiel der Bayern-Fußballer gegen Dinamo Zagreb gemeinsam auf der Tribüne und verfolgte den 5:0-Sieg. So einfach wird es für sie in der Bundesliga nicht werden.

SID

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