FCB vor Endspiel / Sieg in Gießen

Und jetzt? Droht der Euro-Abstieg!

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Jetzt heißt's: Zusammenhalten für die Bayern

München/Gießen - Die Pflichtaufgabe bei BBL-Underdog Gießen lösten die Bayern-Baskets am Sonntag mit Bravour. Zwei Tage zuvor verpassten sie allerdings die Chance aufs Top-16-Ticket.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Die Bayern-Basketballer machen sich den Kampf um das Top-16-Ticket der Euroleague selbst schwer. Das Team von Svetislav Pesic vergab am Freitag vor eigenem Publikum die erste Chance auf ein Weiterkommen in die nächste Runde von Europas ­Spitzenliga. Nach einer guten ersten Hälfte im Spiel gegen Titelträger Real Madrid folgte ein deutlicher Leistungseinbruch im dritten Viertel. Die Folge: Bayern musste sich am Ende mit 67:86 (38:36) geschlagen geben. „Mein Team hat gekämpft und viel investiert. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann nicht die Energie, um im Spiel zu bleiben“, lautete die Erklärung von Trainer Pesic. Am Sonntag musste sein Team noch bei BBL-Underdog Gießen ran. Eine Pflichtaufgabe, die die Bayern mit Bravour und einem Endergebnis von 87:61 (46:31) lösten.

Das nützt allerdings nichts in Sachen Euroleague... Wenn die Bayern da noch etwas reißen wollen, müssen sie am Freitag (18.50 Uhr) bei Roter Stern Belgrad gewinnen. Ein Do-or-die-Spiel also – für das es kaum einen schlechteren Standort als Belgrad geben könnte: Die serbische Hauptstadt ist für ihr hartes Pflaster, beziehungsweise Parkett, bekannt. Schließlich sind die Roter-Stern-Fans so enthusiastisch wie wenig andere. Das bekamen die Münchner bereits im Hinspiel (79:90) zu spüren, zu dem etwa 1000 Anhänger des Traditionsvereins angereist waren. Schon da hatten sich die FCB-Baskets beeindruckt von der Kulisse gezeigt. Kapitän Bryce Taylor: „Das war schon eine ganz besondere Atmosphäre.“ Und Nihad Djedovic: „Gut möglich, dass uns die Kulisse ein wenig verunsichert hat…“

Genau das soll den Bayern am Freitag nicht passieren. Alle Beteiligten teilen eine Einstellung: „Nun müssen wir eben in Belgrad gewinnen.“ Wenn das nicht gelingt, heißt es: Servus, Euroleague und Hallo, Eurocup. Die Münchner wären mit einem Euroleague-Aus – wie schon in der letzten Saison – automatisch für die zweite Gruppenphase des zweitbedeutendsten europäischen Wettbewerbs qualifiziert.

Lena Meyer

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