Ex-FCB-Trainer Dirk Bauermann über die Titelaspiranten und ihre Chancen

"Bamberg ist zu mehr in der Lage!"

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Dirk Bauermann (l.) & Svetislav Pesic

München - Ein Durchmarsch der Bayern, oder doch das Comeback von Bamberg? Ex-FCB-Coach Dirk Bauermann beantwortet die wichtigsten Fragen zu den weiteren Finalspielen.

Ein Durchmarsch der Bayern, oder doch das Comeback von Bamberg? Die Aufregung vor dem zweiten Finalspiel heute um 20.00 Uhr im bereits restlos ausverkauften Audi Dome ist groß – und das ist auch gut so, findet Svetislav Pesic. Der FCB-Coach fordert von seinem Team, die Spannung in jedem Fall hoch zu halten. Pesic: „Das ist wichtig! Wir sind darauf gefasst, dass Bamberg sehr stark zurückkommen wird.“

Eines wollen die Münchner in jedem Fall verhindern: Es soll nicht zu einer Wiederholung des Halbfinals 2014 kommen. Damals gewannen die Roten ebenfalls das erste Spiel der Serie auswärts, in Spiel zwei erfolgte dann aber der Leistungseinbruch. Die Pesic-Schützlinge schieden in der Folge aus. „Dieser Verlauf ist natürlich noch in unseren Köpfen“, so der Bayern-Trainer. „Wir werden alles dafür tun, damit das nicht wieder passiert.“

Vieles wird auch von der Reaktion der Bamberger heute abhängen. Wie die ausfallen könnte, wie die Chancenverteilung aussieht und in wie vielen Spielen der deutsche Meister voraussichtlich feststehen wird? In der tz spricht der ehemalige Bayern- und Bamberg Trainer Dirk Bauermann, der in der vergangenen Saison Cheftrainer der russischen Erstliga-Mannschaft Krasny Oktjabr Wolgograd war, über…

Die Leistung der Bayern am Sonntag: Es war deutlich zu sehen, dass die Bayern sich über die gesamten Playoff-Spiele hinweg gesteigert haben. Ein Schlüsselpunkt war sicherlich das Spiel fünf der Halbfinalserie in Berlin. Wenn man so eine wichtige Partie dann auch noch in Overtime gewinnt, gibt das enorm viel Selbstvertrauen und stärkt das Mannschaftsgefüge. Genau das hat man am Sonntag in Bamberg gesehen. Die Bayern wirkten kompakt und entschlossen – ein sehr starkes Spiel!

Die Lage der Bamberger: Ich bin mir sicher, dass das am Sonntag noch nicht alles war. Die Bamberger sind zu einer sehr viel besseren Leistung in der Lage. Vielleicht hat ihnen die einwöchige Pause nach dem Halbfinale nicht so gut getan. Wenn sie in Spiel zwei zu ihrer eigentlichen Stärke zurückfinden können, ist meiner Ansicht nach wieder alles drin. Ich sehe die Chancen auf den Sieg in Spiel zwei 50:50.

Die Finalserie: Eine Prognose ist meiner Meinung nach nicht möglich. Es handelt sich um zwei Mannschaften mit ganz unterschiedlichen Kaderzusammenstellungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir also eine lange Finalserie sehen werden. Heißt: Dass der Meister frühestens in Spiel vier, oder dann im letzten feststehen wird.

Die Notwendigkeit, den Titel zu holen:  Die ist für beide Vereine gleich groß. Bamberg, der FC Bayern und ALBA Berlin sind alle mit diesem Ziel in die Saison gestartet. Und wenn man so ein hoch gestecktes Ziel hat, ist es immer bitter, dieses nicht zu erreichen. Da ist es dann ganz egal, ob man im Halbfinale oder Finale ausscheidet. Keine dieser Mannschaften spielt mit, um dabei gewesen zu sein. Das wird sich auch in den kommenden Partien auf dem Spielfeld widerspiegeln.

Die eigene Zukunft: Ich hatte in der vergangenen Saison in der russischen Liga bei Krasny Oktjabr Wolgograd eine sportlich hochinteressante Aufgabe. Es war sehr erfreulich, dass wir alle Vorgaben erfüllt haben. Momentan bin ich in Gesprächen mit mehreren europäischen Vereinen.

Lena Meyer

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