Der Ex-Kapitän der Bayern im Gespräch

Hamann über sein neues Leben

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Freude pur: Steffen Hamann in der vergangenen Saison

München - Er war, ist und bleibt die Nummer sechs des FC Bayern Basketball. Ex-Kapitän Steffen Hamann spielt seit der vergangenen Saison zwar nicht mehr bei den Münchnern, seine Trikotnummer wird allerdings nie mehr vergeben. In der tz spricht der 33-Jährige über sein neues Leben.

Er war, ist und bleibt die Nummer sechs des FC Bayern Basketball. Ex-Kapitän Steffen Hamann spielt seit der vergangenen Saison zwar nicht mehr bei den Münchnern, seine Trikotnummer wird allerdings nie mehr vergeben. Und auch die Fans bewiesen am vergangenen Sonntag aufs Neue, dass sie ihren ehemaligen Aufbauspieler nicht vergessen haben. Beim Spiel gegen Bonn, als Hamann zum ersten Mal als Zuschauer in den Audi Dome zurückkehrte, wurde er von den Zuschauern gefeiert, als sei er nie fort gewesen. Die tz sprach mit dem 33-Jährigen, der nun in der ProA bei Bike-Cafe Messingschlager Baunach, dem Nachwuchsteam der Bamberger, spielt.

Herr Hamann, am Sonntag waren Sie zum ersten Mal seit ihrem Wechsel wieder im Audi Dome. Dieses Mal als Zuschauer, ein komisches Gefühl?

Hamann: Es war ein gutes Gefühl wieder hier zu sein. Schließlich ist der Audi Dome meine alte Heimat, ich kenne noch immer viele der Spieler, Mitarbeiter und Verantwortlichen. Es war schön, sie alle wieder zu sehen. Genauso wie die vielen Fans!

Die Zuschauer haben Sie gefeiert, als seien Sie nie fort gewesen…

Hamann: Die tolle Begrüßung durch die Fans hat mich wirklich sehr gefreut. Ich hätte auch gern schon einmal früher vorbeigeschaut. Aber der Spieltermin der Bayern gegen Bonn war der erste, der sich nicht mit meinen Spiel- und Trainingszeiten überschnitten hat.

Hier in München wartet man immer noch auf Ihr Abschiedsspiel. Außerdem haben die Bayern angekündigt, Ihr Trikot an die Hallendecke zu hängen. Wie ist da der Stand?

Hamann: Wir werden diese Dinge gemeinsam planen. Momentan ist das Ganze zeitlich einfach nicht möglich. Sowohl für den FC Bayern, als auch für mich mit Baunach. Diese Dinge können wohl erst nach der Saison umgesetzt werden.

Sie spielen seit Beginn dieser Saison in der ProA bei Baunach. Was waren die Gründe für Ihre Entscheidung?

Hamann: Nachdem ich wusste, dass ich nach der vergangenen Saison nicht mehr beim FC Bayern spielen würde, habe ich mir viele Gedanken gemacht. Ich hatte einige Angebote aus Deutschland und anderen europäischen Ligen, aber nichts hat sich für mich richtig angefühlt. Und wer mich kennt, weiß, dass ich etwas nur aus voller Überzeugung mache. Als dann das Angebot aus Baunach kam, wusste ich relativ schnell, dass es das ist. Ich kann zum einen jungen Talenten mit meiner Erfahrung helfen, und bin ebenfalls näher bei meiner Familie. Momentan wohne ich wieder in Bamberg in meiner alten Wohnung. Meine Münchner Wohnung habe ich aber auch noch, und versuche, so oft es geht, dort zu sein. Außerdem kann ich mich nun neben dem Trainings- und Spielalltag auf das Ende meiner Profilaufbahn vorbereiten.

Inwiefern?

Hamann: Momentan beende ich mein Fernstudium im Bereich Sportmanagement. Im nächsten Jahr werde ich einen Trainerschein machen, auch wenn ich mich noch nicht als Trainer fühle und sehe (lacht).

Was sind denn Ihre sportlichen Ziele in Baunach?

Hamann: Zunächst einmal nicht abzusteigen. Aber ich denke auch, dass wir am Ende zumindest mit einem Auge auf die Playoffs schauen können. Mir gefällt, dass ich auf diese Weise jungen Talenten helfen kann. Ich denke, dass Nachwuchsprogramme wie dieses sehr wichtig für den deutschen Basketball und seine Zukunft sind!

Verfolgen Sie auch noch die Geschehnisse beim FC Bayern München Basketball?

Hamann: Klar, schon allein durch den persönlichen Kontakt mit Spielern und Verantwortlichen. Ich denke, die Mannschaft hatte es bisher in dieser Saison nicht gerade leicht: Die schwere Euroleague-Gruppe, die vielen Verletzungen. Das steckt man nicht so einfach weg. Aber ich bin mir sicher, dass die Bayern sich fangen werden und wieder um die Meisterschaft spielen werden!

Lena Meyer

 

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