In der Kabine flossen Weißbier und Sekt

Bayern-Basketballer feiern den Titel-Coup

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59 Jahre haben die Bayern gewartet, nun sind sie wieder deutscher Basketball-Meister. Den Final-Triumph über ALBA feierten die Münchner schon in Berlin, nach der Rückkehr am Donnerstag steigt die ganz große Sause vor dem heimischen Audi Dome.

München - 59 Jahre haben die Bayern gewartet, nun sind sie wieder deutscher Basketball-Meister. Den Final-Triumph über ALBA feierten sie schon in Berlin, nach der Rückkehr am Donnerstag steigt die ganz große Sause im Audi Dome.

Noch in der Kabine flossen Weißbier und Sekt, dann ging es für die meisterlichen Basketballer aus München zur ersten Titelparty in einen Club an den Alexanderplatz. Der FC Bayern hat sich in Berlin als neuer deutscher Meister gekrönt, im Duell gegen ALBA gelang den Mannen von Trainer Svetislav Pesic auswärts der entscheidende Sieg. „Heute habe ich Freudentränen vergossen“, räumte Bryce Taylor nach dem 75:62 (33:30) am späten Mittwochabend via Twitter ein, ehe die Sause startete. „Für die nächsten 48 Stunden zeige ich mein schlimmstes Verhalten“, kündigte er an.

Mit dem ersten Meistertitel seit 1955 krönten die Bayern, die vor vier Jahren ihren Angriff auf die deutsche Spitze gestartet hatten, eine herausragende Saison. „Dieser Titel ist auch für Uli Hoeneß, der den Basketball nach München geholt hat“, sagte Center Yassin Idbihi über den ehemaligen Vereinspräsidenten und Förderer des Teams, der wegen Steuerhinterziehung derzeit im Gefängnis sitzt.

FC Bayern ist Meister: Bilder vom Finalsieg über ALBA

FC Bayern ist Meister: Bilder vom Finalsieg über ALBA

Für die Mannschaft steht nach ihrem Rückflug aus Berlin an diesem Donnerstag (14.00 Uhr) die große Party mit den Fans vor dem Audi Dome auf dem Programm. Dann kann Kapitän Steffen Hamann den Anhängern den ersehnten Silberpokal präsentieren, den er am Mittwochabend um 21:34 Uhr unter den Pfiffen von tausenden enttäuschten Berliner Fans in der o2 World in die Höhe gereckt hatte.

Mit 3:1 entschied Bayern die Best-of-Five-Serie für sich und vermied einen Alles-oder-Nichts-Showdown im Spiel fünf. Vor 13 434 Zuschauern blieben die Münchner cool. „Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft. Das klingt altmodisch, aber wir haben heute eines der besten Auswärtsspiele dieser Saison gezeigt“, sagte Pesic bei Sport1.

Zum besten Spieler der Final-Serie wurde Malcolm Delaney gewählt, der vor allem bei den ersten beiden Siegen gegen die Hauptstädter überragt und damit auch überzeugende Bewerbungen für andere Clubs - vielleicht sogar in der NBA - abgegeben hatte. Der Amerikaner träumt nach wie vor von einem Engagement in der besten Liga der Welt und könnte die Bayern nach dem Titel-Coup verlassen. Am Mittwoch stand Delaney eher im Schatten von Topscorer Deon Thompson und dessen 18 Zählern sowie Taylor, der zwölf seiner 16 Punkte per Dreier erzielte.

Den Berlinern reichten 21 Punkte von Leon Radosevic nicht, sie müssen weiter auf ihren neunten Liga-Erfolg warten. „Wir waren gut in der Defensive, aber in der Offensive nicht gut genug. Im vierten Viertel haben wir zu viele Offensiv-Rebounds und offene Würfe abgegeben“, sagte Jan-Hendrik Jagla. Er lobte aber auch: „Wir haben das ganze Jahr über super gekämpft, und das mit Herz und Leidenschaft.“

Nach den verbalen Keilereien zu Wochenbeginn war den Münchnern in Berlin wie erwartet ein unfreundlicher Empfang bereitet worden, vor allem Ex-„Albatros“ Heiko Schaffartzik und bei der Siegerehrung Ex-Coach Pesic wurden ausgepfiffen. Der Spielmacher meinte danach, der Erfolg bereite ihm so noch mehr Genugtuung.

dpa

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