Gruppensieg nach Erfolg in Dijon sicher

Bitterer Bayern-Sieg: "Gewonnen, aber Nihad verloren"

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Djedovic (l.) beim Eurocup-Hinspiel-Erfolg in Bamberg. Fürs Rückspiel fällt er wohl aus.

München - Die Freude währte nur kurz: Gerade einmal zwei Wochen lang konnte der bislang so von Verletzungen gebeutelte Kader der Bayern-Basketballer komplett trainieren – da gab’s den nächsten Rückschlag, und es könnte ein folgenschwerer sein.

Denn Nihad Djedovic (mit 14,5 Punkten im Schnitt Topscorer der Bayern in der BBL) verletzte sich beim 84:74-Eurocup-Auswärtssieg in Dijon, der den vorzeitigen Gruppensieg sicherte, möglicherweise schwer. Der 25-Jährige war auf den Unterarm gestürzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Eine genaue Diagnose stand bis Red.-Schluss dieser Ausgabe noch aus. „Wir haben das Spiel gewonnen, aber einen Spieler verloren. Das macht uns traurig“, sagte Dusko Savanovic, mit überragenden 29 Punkten Topscorer auf Seiten des FCB. „Wenn ich die Wahl hätte, hätte ich heute gerne verloren und Nihad behalten.“

Auch die Reaktion von Chefcoach Svetislav Pesic fiel zwiegespalten aus. Auf der einen Seite stand die Sorge um Djedovic („wir müssen jetzt sehen, was die Ärzte sagen“), auf der anderen Seite der Stolz auf die engagierte Leistung seiner Spieler: „Nach der Pause haben wir gegen die offensiv sehr talentierte Mannschaft von Dijon elf, zwölf Minuten exzellent verteidigt. Da hatte ich zum ersten Mal in dieser Saison das Gefühl, dass die Mannschaft das Spiel mit Verteidigung gewinnen will – und das macht jeden Trainer der Welt glücklich.“ Lediglich acht Punkte ließ sein Team im dritten Viertel zu – herausragend. Auch die Rebound-Bilanz (33:22 für die Bayern) ist ein deutlicher Indikator dafür, mit wie viel Energie Pesic’ Team in Frankreich zu Werke ging.

Lohn dieser Mühen ist: Schon vor dem abschließenden Eurocup-Zwischenrundenspiel am 11. Februar (20.15 Uhr) im heimischen Audi Dome gegen die Bamberger ist den Bayern (fünf Spiele, fünf Erfolge) der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. Und das bedeutet, dass sie im Achtelfinale das Rückspiel ebenfalls vor den eigenen Fans austragen dürfen.

Zunächst aber steht für den amtierenden deutschen Meister der Liga-Alltag an. Am Sonntag (17.00 Uhr) müssen die Bayern in Tübingen ran.

bb

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