Savanovic über den Sieg & seinen Einsatz

"Zur Not kommt der Finger ab..."

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Am Samstag musste er noch pausieren: Dusko Savanovic

München - Der erste Sieg ist schon einmal eingefahren. Zwei weitere müssen noch folgen, dann wären die FCB-Baskets eine Runde weiter. Bei diesem Vorhaben will Dusko Savanovic, der derzeit an einer Fingerverletzung laboriert, helfen.

Wir haben nicht gut angefangen, Ludwigsburg hingegen war sehr selbstbewusst und aggressiv.“ Obwohl die Bayern-Basketballer am Samstagabend einen Sieg im ersten Playoff-Spiel feiern konnten (97:80), sah Trainer Svetislav Pesic im Anschluss einiges an Verbesserungspotenzial. „Wir müssen das Spiel noch mehr aus der Defensive heraus kontrollieren“, forderte der Coach nach der Partie. Vor allem im ersten Viertel hatten die Münchner große Probleme mit den temporeichen und aggressiven Offensivaktionen ihrer Gegner. Hinzu kam, dass drei Bayern fehlten: Daniel Mayr muss länger pausieren – ihn setzt eine schwere Knieverletzung außer Gefecht. Auch Chad Toppert, der für zwei Monate an die Isar geholt worden war, war nicht mehr im Kader, sondern längst auf dem Heimweg in die USA. Routinier Dusko Savanovic musste aussetzen, weil er sich das Gelenk am rechten Ringfinger ausgekugelt hatte. Ob er am Dienstag (20 Uhr) beim zweiten Viertelfinalduell gegen Ludwigsburg (Modus: best of five) wieder dabei sein kann, verrät er in der tz.

Herr Savanovic, wie schwer war es, am Samstag zuschauen zu müssen?

Savanovic: Sehr, sehr schwer! Das ist eine Perspektive, die ich gar nicht kenne. Ich bin jetzt seit 13 Jahren Profi und habe höchstens eine Handvoll Spiele verpasst. Ich bin es nicht gewohnt, nicht eingreifen zu können, wenn meine Mannschaft Hilfe braucht. Abgesehen davon ist der Winkel wirklich blöd. Man ist mit den Augen ja etwa auf Höhe des Bauchnabels der Spieler (lacht).

Wie hätten Sie Ihrer Mannschaft denn besonders im ersten Viertel helfen ­können?

Savanovic: Ach, es hat doch auch so geklappt!

Naja, ab dem zweiten Viertel langsam. Im ersten wollte nichts so richtig funktionieren…

Savanovic: Stimmt auch wieder. Das war schon häufiger unser Problem. Wir verpassen den Start und haben es dann in der Folge doppelt so schwer.

Haben Sie eine Erklärung für dieses Schema?

Savanovic: Nicht wirklich! Wenn es den einen Grund geben würde, hätten wir ihn längst beseitigt. Ich denke, wir müssen daraus einfach noch mehr lernen. Gerade bei Mannschaften wie Ludwigsburg, die sehr aggressiv und schnell spielen, müssen wir von Anfang an voll da sein.

Werden Sie am Dienstag wieder spielen können?

Savanovic: Ich hoffe schon! Eigentlich wollte ich Samstag schon wieder spielen, aber die Ärzte haben mir geraten, dem Finger noch etwas Ruhe zu geben. Am Dienstag will ich aber wieder ran, wenn es klappt. Zur Not kommt der Finger ab und ich spiele mit neun (lacht).

Na so weit wird’s wohl nicht kommen…

Savanovic: Ich denke auch nicht. Aber Spaß beiseite. Wir haben einen soliden Playoff-Start hingelegt, den es nun zu bestätigen gilt. Es folgen eben noch mindesten zwei weitere Viertelfinalspiele. Und dass sich die Ludwigsburger daheim noch einmal anders präsentieren werden, ist ziemlich wahrscheinlich!

Interview: Lena Meyer

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