Woran die FCB-Baskets jetzt arbeiten wollen

Die Bayern und das Crunch-Time-Problem

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Wollen aus Fehlern lernen: Djedovic (l.) und Rivers

München - Ein enges Spiel, die zwischenzeitliche Führung – und am Ende reicht es trotzdem nicht. Die FCB-Baskets gaben die vergangenen zwei Partien in den letzten Minuten her. Das soll sich nun ändern.

Ein enges Spiel, die zwischenzeitliche Führung – und am Ende reicht es trotzdem nicht. Die Basketballer des FC Bayern hatten am Sonntag in Frankfurt ein Déjà-vu. Denn die zweite BBL-Niederlage (69:74) der Münchner Korbjäger verlief ähnlich wie der Euroleague-Krimi gegen Real Madrid am vergangenen Donnerstag (99:101). Das Team von Svetislav Pesic kämpfte in der sogenannten Crunch-Time, den entscheidenden letzten Minuten eines Basketballspiels, verbissen. Dann versagten allerdings die Nerven, und es fehlte an Kraft. Haben die Bayern ein Crunch-Time-Problem?

Fakt ist, dass die Roten in beiden Spielen zwei Gesichter zeigten, der Sieg jedes Mal möglich gewesen wäre. Nihad Djedovic, Leistungsträger des FCB, brachte es in Frankfurt auf den Punkt: „Wir müssen in den letzten Minuten eines Spiels aufmerksamer sein.“

Auch Trainer Svetislav Pesic übte Kritik, die die zweite Spielhälfte und vor allem die Leistung seiner Mannschaft kurz vor Schluss der Partie betraf. „In der zweiten Hälfte in Frankfurt hat uns Konzentration gefehlt, da hatten wir 13 von 15 Ballverlusten – das ist einfach zu viel. Ich glaube, dass uns am Ende dann etwas die Physis gefehlt und das den Unterschied ausgemacht hat“, so der Coach.

Eine Folge der Doppel­belastung aus Euroleague und BBL oder eher ein generelles Problem? Natürlich ist ein Spiel wie das gegen die Topmannschaft der Madrilenen nicht mit der BBL-Partie gegen Frankfurt vergleichbar, trotzdem ist das Muster ähnlich.

Nach dem Spiel bei Real hatten sich die Bayern zumindest Besserung vorgenommen. Deon Thompson: „Wir haben als Team 36 gute Minuten gezeigt. Aber wir müssen künftig einen noch besseren Job machen, wenn wir auch die ganz großen Spiele gewinnen wollen.“ Heißt: Diese Leistung auch in den letzten Minuten und Sekunden beibehalten. Trainer Pesic bestätigte nach dem bitteren Ausgang in Madrid: „Wir müssen nun klug reagieren.“ Diese Reaktion blieb in Frankfurt aus. Aber schon am Donnerstag haben die Bayern die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben. Es geht daheim gegen Roter Stern Belgrad. Djedovic sieht’s realistisch: „Die Aufgaben werden nicht einfacher. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen.“ Um das Crunch-Time-Problem schnellstmöglich abzuhaken.

Lena Meyer

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