"Seine" Bayern treffen auf Roter Stern

Pesic: Reise in die Vergangenheit

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Trainierte auch Roter Stern Belgrad: Svetislav Pesic

München - Die Bayern-Basketballre treffen am Donnerstag auf Roter Stern Belgrad. Ein Verein, der FCB-Coach Svetislav Pesic besonders am Herzen liegt. 

"Wenn du in Belgrad Bekannschaften machst, gibt es am Anfang nur eine Frage: Roter Stern oder Partizan?“ FCB-Cheftrainer Svetislav Pesic schmunzelt bei diesen Worten und fügt hinzu: „Die politische Ausrichtung ist da zweitrangig, als erstes steht immer diese Frage im Mittelpunkt.“ Seine Heimat Serbien ist eben ein Basketball-Land und an diesen zwei Vereinen aus der Landeshauptstadt scheiden sich die Geister. Auch Pesic hat eine klare Antwort. „Mein Herz war immer rot-weiß. Roter Stern ist mein Lieblingsverein. Und ich bin stolz, dass ich ein Teil des Neuanfangs mit einem neuen Konzept war. Roter Stern hat sich sportlich und wirtschaftlich stabilisiert.“ Der Erfolgstrainer coachte den Verein zwei Spielzeiten lang: Von 2008 bis 2009 und 2010 bis 2011.

Donnerstag Abend trifft sein „neuer“ Herzensklub auf den alten. Die FC Bayern Basketballer empfangen um 20.45 Uhr in ihrem fünften Euroleague-Spiel den aktuellen, serbischen Meister. „Das ist ein besonderes Spiel für mich – ganz klar“, sagt Pesic. Und das nicht nur, weil der FCB-Trainer auf seinen ehemaligen Verein trifft, sondern auch, weil es für sein Team um einiges geht. Die Bayern haben derzeit zwei Siege und zwei Niederlagen auf dem Euroleague-Konto, stehen auf dem 3. Tabellenrang in der Guppe A. Nach den bitteren und vor allem knappen Niederlagen gegen Real Madrid in der vergangenen Woche und gegen Frankfurt am Wochenende, ist eine Reaktion der Mannschaft besonders wichtig. „Die beste Antwort ist jetzt ein Erfolgserlebnis“, sagt Pesic.

Gegen eine Mannschaft wie Roter Stern wird das natürlich schwer… „Das wird ein intensives, physisches Spiel, wir müssen schon unsere beste Defensiv-Leistung zeigen. Aber wenn wir unsere Chancen auf ein Weiterkommen verbessern wollen, müssen wir zu Hause gegen Belgrad gewinnen“, so der FCB-Coach.

Und dann schwelgt Pesic noch einmal in Erinnerungen. Warum er in seiner aktiven Zeit als Profi eigentlich nie das Roter-Stern-Dress trug – und sogar beim Stadtgegner Partizan Belgrad spielte? „Das war damals eine rein sportliche Entscheidung“, verrät der FCB-Trainer. „Mein Agent hat mir geraten, zu Partizan zu gehen. Dort konnte ich mich besser für das Nationalteam empfehlen.“ Insgesamt blieb Pesic von 1967 bis 1971 bei Partizan. Dann wechselte er zum Team Bosna Sarajevo, mit dem er 1978 Meister und Landesmeister wurde und 1979 den Europapokal der Landesmeister holte – quasi der Vorgänger der heutigen Euroleague. Und auch da will Pesic wieder erfolgreich sein: Dieses Mal als Trainer und am besten schon Donnerstag Abend.

Lena Meyer

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