Woran es bei den FCB-Baskets hakt

Die Riesen-Probleme der Roten

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Besonders in der Kritik: John Bryant

München - Eines ist spätestens seit dem Spiel in Berlin am Sonntag klar: Bei den Bayern-Basketballern muss sich etwas ändern.

Eines ist spätestens seit dem Spiel in Berlin am Sonntag klar: Bei den Bayern-Basketballern muss sich etwas ändern. Was als Last-Minute-Niederlage (99:101) bei Real Madrid begann – natürlich kann man beim Euroleague-Titelträger verlieren – hat sich mittlerweile zur Niederlagenserie entwickelt.

Die letzten vier Pflichtspiele verlor das Team von Svetislav Pesic. Immer wieder wurden dieselben Probleme des Kaders der Münchner deutlich: Nicht genug Einsatz, besonders in der Rebound-Arbeit. Schwächen in der Verteidigung, besonders auf den großen Positionen. Und fehlende Physis, besonders gegen Ende der Partien.

Probleme, die Trainer Pesic nach den Spielen immer wieder thematisierte. Nach der Niederlage in der Hauptstadt (74:90) wurde der 66-Jährige noch einmal sehr deutlich: „Wir waren nicht gut und nicht bereit für das, was bekanntermaßen hier auf uns zukommt. Irgendwie fehlte der letzte Einsatz und die körperliche Antwort.“ Ein Grund hierfür ist natürlich auch die körperliche Verfassung der Mannschaft. Dusko Savanovic konnte am Sonntag aufgrund von Knieproblemen nicht spielen, Ex-ALBA-Star Alex Renfroe spielte trotz seiner Hüftprobleme. Zusätzlich fehlt den Bayern immer noch Neuzugang Maxi Kleber. Klar, dass das die Möglichkeiten der Roten deutlich einschränkte. Sasa Obradovic, Cheftrainer der Berliner: „Der FC Bayern Basketball ohne Dusko Savanovic ist nicht dasselbe Team.“

Trotzdem kann man die derzeitige Krise der Bayern nicht nur mit Verletzungssorgen begründen. Denn auch die gesunden Spieler leisteten zum Teil nicht das, was es braucht, um die Ansprüche des Vereins zu erfüllen. Center John Bryant bekam beispielsweise aufgrund seiner schlechten Leistung in Berlin in der zweiten Hälfte kaum noch Spielzeit. Ausgerechnet Alex Renfroe – der zwar angeschlagen, aber einer der wenigen wirklich kämpfenden Spieler war, äußerte nach der Pleite in der Hauptstadt die Selbstkritik: „Wir brauchten diesen Sieg, haben aber nicht genug geliefert. Das war zu wenig.“

Es bleibt die Frage, was sich in der Kürze der Zeit ändern lässt. Schon am Donnerstag steigt das wichtige Euroleague-Heimspiel der Bayern gegen Fenerbahce Istanbul. Insgesamt also knapp vier Tage, in denen die Roten vor allem an ihrer Einstellung arbeiten können und müssen. Um endlich mit einem Erfolgserlebnis die richtige Antwort zu geben.

Lena Meyer

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