Bamberg gleicht die Finalserie aus

FCB-Baskets verlieren in letzter Sekunde!

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Pleite trotz Traumstart: Heiko Schaffartzik (l.) & Co. verloren das zweite Finalspiel

München - Bayern, Bayern, Bayern – und am Ende lacht doch Bamberg… Die Roten Riesen sorgten Mittwochabend für ein Wechselbad der Gefühle – und am Ende für hängende Köpfe.

Bayern, Bayern, Bayern – und am Ende lacht doch Bamberg… Die Roten Riesen sorgten Mittwochabend für ein Wechselbad der Gefühle – und am Ende für hängende Köpfe. Nach einem Top-Start ins zweite Finalspiel gegen Bamberg verspielten sie eine 18-Punkte-Führung und verloren in letzter Sekunde mit 78:80 (49:35). Und das daheim in der ausverkauften Halle! Damit ist die Serie wieder auf 1:1 ausgeglichen und Bamberg hat sich den Heimvorteil zurückgeholt. Das Bayern-Drama sahen auch NBA-Star Dennis Schröder sowie FCB-Präsident Karl Hopfner und Ehrenpräsident Bernd Rauch. „Es war eine physische und mentale Sache“, meinte Trainer Svetislav Pesic. „Wir hatten am Ende nicht genug Kraft.“

Der Start der Roten war allerdings wie aus dem Bilderbuch! Die Hausherren agierten von Sekunde eins an selbstbewusst, hellwach und vor allem blitzschnell. Nihad Djedovic, Topscorer John Bryant (16) & Co. überrannten die Gäste regelrecht. Das Team von Andrea Trinchieri fand keine Mittel und Wege, um die starken Aktionen der Roten zu verteidigen. Die Folge: Eine schnelle 16:4-Führung! Bambergs Coach Trinchieri tobte an der Seitenlinie, mehr als ein technisches Foul brachte es ihm aber nicht ein. Die Franken wirkten überfordert. „Das war wirklich peinlich“, so Trinchieri, als es mit 20:13 es ins zweite Viertel ging.

Und da machten die Roten genau so weiter! Heiko Schaffartzik und Kollege Djedovic begannen ein kleines Schützenfest von der Dreierlinie (28:15). Die Fans kannten kein Halten mehr. Die Fragezeichen in den Bamberger Gesichtern wurden dagegen immer größer. Die Gäste wirkten immer noch gelähmt, produzierten immer wieder Ballverluste (sieben in der ersten Halbzeit!). Mit einem unglaublichen Stand von 49:35 ging es in die Pause. „Warum seid ihr heute so gut?“, fragte Telekom-Moderator Frank Buschmann Djedovic auf dem Weg in die Kabine. „Weil wir den Titel wollen, so schnell wie möglich“, lautete die eindeutige Antwort.

Ganz offenbar schafften es aber auch die Bamberger, sich an so einen Leitsatz zu erinnern: Sie kamen wesentlich wacher zurück aus der Kabine. Der Vorsprung der Bayern schmolz (56:48). Ende des dritten Viertels wurde es dann noch enger. Bei den Bayern gelangen plötzlich immer weniger Versuche, während die Bamberger mehr und mehr zu ihrem Rhythmus fanden (57:54 aus Sicht der Münchner). Anton Gavel verhinderte per Dreier vorerst Schlimmeres, es blieb knapp (65:58).

Das letzte Viertel war dann nichts mehr für schwache Nerven! Die Franken kämpften hart, während die Münchner müde wurden. Zwei Minuten vor Schluss trennten beide Teams nur noch drei Punkte (76:73). Eine Minute vor Schluss dann der Schock! Ausgleich Bamberg (76:76). Während die Bayern-Fans versuchten, ihr Team zum Sieg zu klatschen, ließen die Akteure auf dem Feld die Köpfe hängen. Immerhin präsentierte sich Spielmacher Schaffartzik an der Freiwurflinie abgezockt, dennoch gelang Bradley Wanamaker & Co. wieder der Ausgleich. Die Uhr lief gnadenlos herunter, Dawan Robinson brachte sein Team eine Zehntelsekunde vor Schluss zum ersten Mal in Führung (80:78). Stille, die Schiedsrichter berieten angeregt. Es folgte eine weitere Auszeit und die letzte Zehntelsekunde. Dennoch: Keine Chance! Die Bayern hatten die Heimpleite: 78:80. Nach Spiel drei am Sonntag gibt es also sicher ein viertes am 17. Juni im Audi Dome.

Lena Meyer

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