Baskets vor Finaleinzug

Stoiber: Bayern-Titel wäre Uli Hoeneß' Verdienst

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Edmund Stoiber.

München - Basketball-Fan Edmund Stoiber wünscht sich seine Bayern im „Traumfinale“ gegen ALBA Berlin. Die ersehnte Meisterschaft für die Münchner wäre seiner Meinung nach ein Verdienst von Uli Hoeneß.

Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber (72) sieht einen möglichen Titelgewinn der Basketballer von Bayern München als großen Verdienst von Ex-Präsident Uli Hoeneß. „Den aktuellen Erfolg des FC Bayern im Basketball verbindet man außerordentlich stark mit seinem Namen“, sagte Stoiber im Interview mit der Zeitung Die Welt vor dem entscheidenden fünften Halbfinale gegen Oldenburg am Donnerstagabend.

Natürlich stehe „Uli in erster Linie als Münchner Fußballgröße in den Geschichtsbüchern – als Spieler, als Manager und als Präsident. Aber Fakt ist auch: Ohne ihn hätte es den Aufschwung der Basketballer nie gegeben“, betonte der CSU-Politiker. Stoiber ist bei den Bayern Vorsitzender der Verwaltungsbeirates.

Außerdem wünschte sich Stoiber für die Zukunft, dass sich „weitere Fußballklubs wie Borussia Dortmund, der Hamburger SV oder Hannover 96 im Basketball engagieren. Für mehr bundesweite Aufmerksamkeit wäre das großartig.“

Um dann aber auch in München weiter die Maßstäbe setzen zu können, bräuchte es natürlich eines: eine neue Halle. Stoiber weiß genau, was Berlin derzeit noch für einen Vorteil hat: „Speziell die Halle in Berlin mit 15 000 Zuschauern ist etwas Besonderes. Dagegen haben wir mit dem Audi Dome und seinen 6700 Plätzen ja eine kleine Hütte…“ Um international konkurrenzfähig zu sein, werde daher auch dieses Projekt vorangetrieben, so Stoiber: „Deshalb gibt es Pläne, neben dem Olympiastadion eine große, topmoderne Arena zu bauen. Diese soll von Red Bull finanziert und von unseren Basketballern sowie dem Eishockey-Klub Red Bull München genutzt werden. Dort sollen 15 000 oder 16 000 Zuschauer hineinpassen.“ 2017 oder 2018 solle es so weit sein, es gebe aber „noch einige finanzielle und bauplanungsrechtliche Fragen, die geklärt werden müssen. Aber Red Bull steht auf jeden Fall als Investor bereit. Von 80 Millionen Euro ist die Rede“, so Stoiber in der Welt weiter.

Auch in Sachen Etat müsse der FC Bayern aufstocken, um auf eine Stufe mit Real Madrid oder dem FC Barcelona zu kommen.

Stoiber dazu: „Dafür ist schon noch einiges zu tun. Momentan haben wir einen Jahresetat von etwa elf bis zwölf Millionen Euro. Für die deutsche Bundesliga ist das gut, aber international sind wir klar zurück. Der Etat von Real Madrid ist drei- bis viermal so hoch, etwa um die 40 Millionen Euro.“

Die Ziele sind also wie immer sehr hoch gesteckt beim FC Bayern – aber Ex-Präsident Uli Hoeneß wäre sicher stolz, wenn seine Nachfolger beim FC Bayern dabei Erfolg hätten…

Und die Berliner platzen fast vor Stolz…

Da platzt ja einer vor Optimismus! ­Trainer ­Sasa ­Obradovic vom Pokalsieger ALBA Berlin hat sich nach dem Erreichen des Finales ungewohnt euphorisch ­gezeigt. „Wir haben es ­verdient, im Finale zu stehen. Wir haben bisher eine ­gigantische Saison ­gespielt“, sagte der 45 Jahre alte ­Serbe: „Ich bin sehr stolz, weil wir bei null angefangen ­haben.“ Zwölf neue Spieler musste Obradovic vor der ­Saison zu einer Mannschaft formen – auch, weil ­allein vier Spieler zum FC ­Bayern gewechselt waren: ­Nihad Djedovic, Deon Thompson, Yassin Idbihi sowie Heiko Schaffartzik. Dennoch greifen die Haupt­städter nun zum ersten Mal seit 2011 wieder nach der Meisterschaft und damit sogar nach dem Double. Kein Wunder, dass sie bei ALBA ­gerade so eine große Genugtuung ­verspüren.

dpa

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