Bayern-Baskets haben Grund zur Freude

Renfroe-Wechsel und Euroleague so gut wie sicher

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Alexander Renfroe (r.)

München - Ein erfreulicher Montag für die Bayern-Baskets. Die Münchner bekommen eine Euroleague-Wildcard und wohl auch einen neuen Point Guard.

Dass die Verantwortlichen des FC Bayern Basketball bereits jetzt - nur eine Woche nach Beendigung der vergangenen Saison - unter Hochdruck an der Kaderplanung arbeiten, ist bekannt. Und es scheint, als sei die Arbeit der Geschäftsführer Marko Pesic und Volker Stix sowie des Cheftrainers Svetislav Pesic schon erfolgreich gewesen zu sein. Am Sonntag vermeldete ein potenzieller Neuzugang selbst seinen Transfer an die Isar. Alexander Renfroe, ALBA Berlins Star der abgelaufenen Spielzeit, schrieb auf seiner Facebook-Seite an seine Fans: "Ich muss das hier sagen bevor es jemand anders tut. Heute ist es passiert: Ich habe unterschrieben. Für die nächsten zwei Jahre werde ich bei Bayern München spielen."

Der 29-jährige Point Guard löste damit Verwunderung und Entsetzen aus. Besonders von den Berliner Fans wurde der US-Profi, der gebürtig aus Tennessee stammt, hart attackiert. Kurze Zeit später löschte er seinen Eintrag wieder.

Sicherlich nicht nur aufgrund der Wut der ALBA-Anhänger. Den Verantwortlichen des FC Bayern dürfte dieser Alleingang ebenfalls missfallen haben. Die Reaktion der Münchner folgte am Montag. “Ungeachtet aller Beiträge in Sozialen Medien: Es gibt bis dato keine Vertragsunterschrift, deshalb ist auch nichts zu vermelden”, sagte Medienchef Andreas Burkert.

Ob Renfroe, der in der vergangenen Bundesliga-Saison im Durchschnitt für 10,7 Punkte und 4,9 Assists sorgte, nun bereits unterschrieben hat, oder nicht, eines gilt als sicher: Die Verhandlungen der Bayern mit dem Aufbauspieler sind sehr weit fortgeschritten, in den nächsten Tagen ist mit der offiziellen Bestätigung zu rechnen. Damit würde erneut ein Leistungsträger der Berliner zu den Münchnern abwandern. 2013 wechselten mit Nihad Djedovic, Deon Thompson, Heiko Schaffartzik und Yassin Idbihi bereits vier Stammspieler direkt an die Isar. Eine Entwicklung, die die ALBA-Verantwortlichen damals zu öffentlicher Kritik veranlasste. Nun sorgt auch der Renfroe-Transfer für Kopfschütteln. Berlins Sportdirektor Nihat Demirel sagte: "Es gibt viele Spieler auf dem Markt, aber die Bayern-Politik des Geldbeutels ist ja bekannt.”

Und noch etwas dürfte den Berlinern übel aufstoßen. Gestern Abend gab die Euroleague bekannt, dass nur eine Wildcard an Deutschland vergeben wird. Das von den Verantwortlichen vorgeschlagene Team ist der FC Bayern. Damit dürften die Hauptstädter in der kommenden Saison nicht am höchsten europäischen Wettbewerb teilnehmen. Ein endgültiger Entschluss wird am 8. Juli gefällt, das ist allerdings nur noch Formsache.

Lena Meyer

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